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Wenn traumatische Kindheitserinnerungen zurückkehren

Kurz nach ihrer geschlechtsangleichenden OP erhält die Mittfünfzigerin Caroline die Nachricht, dass ihr Vater, der sie jahrelang missbraucht hat, im Sterben liegt. Die verdrängten Erlebnisse brechen plötzlich auf.

  • 16. August 2022, kein Kommentar

Mit ihrer Doku "Und ruhig fließt der Rhein" wollten Volker Klotzsch und Oliver Matthes eigentlich "nur" die Geschichte von Carolines Transition erzählen. "Dass wir zu Zeugen eines schweren Schicksalsschlags und einer Reise in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele wurden, konnten wir damals nicht ahnen", erklärten die Regisseure zu ihrem Film.

Obwohl sich die schmerzhaften Erinnerungen immer stärker in ihre Gedanken und Träume schleichen und sie Angst hat, in eine Abwärtsspirale zu geraten, will Caroline die Dreharbeiten nicht beenden. So wird der Film zum Spiegel der Aufarbeitung ihres Traumas.

Ein Halt in dieser Zeit sind Mike und Anke, ein befreundetes Ehepaar, die Caroline in den vielen dunklen Stunden auffangen und ihr die Familie geben, die sie nie hatte. Mit ihrer Unterstützung sucht sie Hilfe bei einem Psychologen.

Der Film wird damit unweigerlich zu einem Kammerspiel zwischen der Protagonistin und ihrem Therapeuten auf der einen Seite und Interaktionen mit alten und neuen Weggefährt*innen auf der anderen. Mit ihnen zusammen tauchen die Zuschauenden ein in Carolines Innenleben, um ihren Schmerz zu verstehen. Und zu begreifen, dass Caroline kein Einzelschicksal ist, sondern an jedem Flussufer ähnliche traumatische Kindheitserinnerungen zu finden sind.

"Und ruhig fließt der Rhein" feierte seine Welturaufführung auf den 55. Internationalen Hofer Filmtagen, die Kinopremiere fand im Juli zum Leipziger CSD statt. Im Rahmen einer deutschlandweiten Filmtour gibt es weitere Aufführungen in Zusammenarbeit mit Multiplikator*innen und Projektpartner*innen. Darüber hinaus steht die Doku auf Vimeo als Video on Demand zur Verfügung. (cw/pm)


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