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Affenpocken: "Meine Unterhose war voller Blut"

In einem neuen Film der funk-Reihe "reporter" berichtet Basti aus Berlin von seiner Affenpocken-Infektion. Reporter Alex begleitet ihn zur Nachuntersuchung und interviewt auch das Checkpoint BLN.

Affenpocken – Basti hatte sie mehrere Wochen lang am ganzen Körper. Dazu Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und geschwollene Lymphknoten. Im Video erzählt er offen und detailliert vom Krankheitsverlauf, von den furchtbaren Schmerzen und auch der Schwierigkeit, endlich Hilfe zu bekommen. "Meine Unterhose war voller Blut", sagt Basti – und zeigt dazu Bilder der entzündeten Pocken, die er mit seinem Handy aufgenommen hat.

Im schwulen Gesundheitszentrum Checkpoint BLN informiert sich Reporter Alex über die Affenpocken-Situation in der Hauptstadt. "Berlin ist der Super-Hotspot, und das schafft natürlich große Verunsicherung", berichtet der medizinische Leiter Christoph Weber. Er räumt ein: "Wir können den Leuten im Moment keinen adäquaten Schutz anbieten." Weitere Themen der Reportage sind Aufklärung über die Krankheit. die Gefahr der Stigmatisierung und der knappe Impfstoff.

"Durch Bastis Geschichte habe ich gelernt, dass man so eine Infektion echt nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte", sagt Alex am Ende des Videos. Darüber hinaus appelliert er, insgesamt offener über sexuell übertragbare Krankheiten zu sprechen. "So kann man nicht nur dem Stigma entgegenwirken, sondern auch sich und andere schützen."

Affenpocken sind seit Mai auch in Deutschland festgestellt worden. Infektionen verbreiteten sich dabei insbesondere unter Männern, die Sex mit Männern haben. Der Begriff bezieht sich auf die vernetzte Community und nicht – ausschließlich – auf Sex. "Nach derzeitigem Wissen ist für eine Übertragung des Erregers ein enger Kontakt erforderlich", teilte das Robert-Koch-Institut mit. Die meisten deutschen Fälle, insgesamt bislang über 3.100, sind in Berlin identifiziert worden. Der Impfstoff gegen Affenpocken ist derzeit sowohl in Deutschland als auch in ganz Europa knapp (cw)


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#1 MPXV BetroffenerAnonym
  • 18.08.2022, 14:55h
  • Ich hatte (habe) einen ähnlichen Krankheitsverlauf, eine handgrosse Fläche um den Anus total übersäht, daneben aber nur 6 kleine Bläschen an Armen und Beinen, keine am Penis.

    Wenn es Euch so (=in Analgegend) erwischt, verlangt zeitig eine gute Schmerztherapie, da sind Aspirin, Ibuprufen, etc. eventuell nicht stark genug. Ich musste nachaken und drängen, damit ich was stärkeres erhielt.

    Zusatztipp: Damen Intkontinenz Einlagen sind ein gutes Ding, die Unterhose allein schafft das nicht.
    Um es direkt zu sagen: "das" ist eine Mischung aus Blut (von kleinen Rissen), Stuhl und sonstiger Körperflüssigkeit, die während der heftigsten Phase kontinuierlich geflossen ist.
    Die Einlagen Version für Männer ist dafür falsch geschnitten.

    Ich will hier nicht Horrorgeschichten verbreiten und hoffe, dass es dem einen oder andern hilft, in gleicher Situation nicht in Panikzu geraten und die Infektion richtig anzugehen. Schilderungen solcher Fälle finden sich nicht in Zeitungen, Radio und TV. da werden immer wieder dieselben Hände und Gesichter mit Einzelbläschen gezeigt.
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#2 Ebenso schon durchAnonym
  • 18.08.2022, 16:35h
  • Antwort auf #1 von MPXV Betroffener
  • Bei mir lief es ähnlich ab. Ich hatte sie an verschiedenen Stellen am Körper, aber leider hauptsächlich auf der Schleimhaut um den after. Diese Schmerzen habe ich so noch nie erlebt, das ist alles kein Spaß mehr! Und auch das Thema Ausfluss muss man beachten. Bitte habt keine Angst vor dieser Krankheit, aber wenn es euch erwischt, lasst euch gut betreuen!
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#3 StaffelbergblickAnonym
  • 18.08.2022, 17:55h
  • Antwort auf #1 von MPXV Betroffener
  • "Ich will hier nicht Horrorgeschichten verbreiten" Wir sollten uns endlich daran gewöhnen, dass Krankheiten nicht immer so locker an der Oberfläche verlaufen. Von daher halte ich es sogar für sinnvoll hin und wieder solche "Horrorgeschichten" zu erzählen. Ebenso was aus der jeweiligen Sicht gut geholfen hat.
    Ich hatte an anderer Stelle schon mal geschrieben, dass gerade der Analbereich auch mit reichlich empfindlichen Nervenenden versorgt ist und deshalb verwundern mich solche Schmerzen nicht. Metamizol (ein international umstrittenes Schmerzmittel) dürfte hier wohl das Minimum sein, welches hier hilft. Und gerade bei diesem "Gemisch" ist eine richtige Genitalhygiene sehr notwendig. Ich kann mir vorstellen, dass nach Abheilung es noch dauert, bis endgültige Schmerzfreiheit vorhanden ist. Was höchstwahrscheinlich auch zu einer freiwilligen Pause im "Hinterstübchen" führt.
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