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Schwule im Bro-Modus: Exklusiver Ausschnitt aus "Bros"
Am 27. Oktober kommt mit "Bros" nicht nur die erste RomCom eines Hollywood-Studios über zwei schwule Männer ins Kino, sondern auch der erste Studiofilm der Geschichte mit einem komplett queeren Cast.
- 22. September 2022, kein Kommentar
Wenn sich zwei Männer anziehend finden und es so richtig funkt, kann das manchmal durchaus auf direktem Wege ins Bett führen. Aber ab und an auch in Richtung Liebe. So wie in "Bros", wo zwei Kerle vielleicht, womöglich, eventuell sogar füreinander bestimmt sind. Was aber natürlich noch gar nichts heißt, schließlich sind beide ziemlich beschäftigt – und Beziehungen bekanntlich alles andere als unkompliziert.
"Bros" eine Komödie zum Verlieben: charmant, romantisch, smart und sexy. Doch der neue Film von Erfolgsregisseur Nicholas Stoller ("Bad Neighbors", "Nie wieder Sex mit der Ex") ist auch ein Meilenstein für Hollywood. Denn die herrlich komische Geschichte über die Suche nach "wahrer Liebe" im 21. Jahrhundert ist die erste RomCom eines großen Studios über eine schwule Beziehung.
Kreativer Kopf hinter "Bros" ist Billy Eichner, der gemeinsam mit Stoller das Drehbuch schrieb und auch eine der Hauptrollen übernimmt. Der Rest des Ensembles liest sich nicht nur wie die Gästeliste zur lustigsten Dinner-Party aller Zeiten, sondern auch wie das Who's who der queeren Schauspieler*innen Hollywoods: Mit dabei sind unter anderem Luke Macfarlane ("Brothers & Sisters"), Ts Madison ("Zola"), Guillermo Díaz ("Scandal"), Monica Raymund ("Chicago Fire"), Bowen Yang ("Saturday Night Live") und Miss Lawrence ("The United States vs. Billie Holiday") sowie Sitcom-Ikone Amanda Bearse ("Eine schrecklich nette Familie"), Oscar-Gewinner Jim Rash ("Community", Drehbuch-Autor von "The Descendants"), Broadway-Legende Harvey Fierstein ("Independence Day") und "RuPaul's Drag Race"-Gewinnerin Symone.
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Ein großes Thema des Films ist der sogenannte Bro-Modus, in den schwule Männer im Kontakt mit Heteros nicht selten umschalten: "Meine Freunde und ich hatten nie ein Problem damit, schwul zu sein", erzählt Billy Eichner. "Unser Kampf war ein anderer: 'Okay, ich bin schwul, und das ist cool. Aber ich möchte trotzdem ein Mann sein.' Der Kampf war maskulin vs. feminin oder Macker vs. Paradiesvogel. So in der Art: 'Ich bin schwul, bin aber trotzdem ein Bro.' Heute geht es mir nicht mehr so. Aber damals war das sicherlich der Fall. Und das ist etwas, was schwulen Männern meiner Generation eingetrichtert wurde."
"Bros" kommt am 27. Oktober 2022 in die deutschen Kinos. Die bislang veröffentlichen Szenenbilder zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)











