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Deutscher Spielfilm über ein trans Mädchen

Kurz vor Weihnachten bringt Warner Bros. Germany die Familienkomödie "Oskars Kleid" von und mit Florian David Fitz ins Kino - jetzt gibt es den ersten Trailer.

Fitz spielt den Polizisten Ben, dessen Leben seit der Trennung von seiner Ex-Frau Mira (Marie Burchard) und den gemeinsamen Kindern (Laurì, Ava Petsch) aus den Fugen geraten ist. Er sitzt allein in seiner Doppelhaushälfte und trinkt Bier zum Müsli. Doch unerwartet bekommt Ben eine zweite Chance: Als die hochschwangere Mira vorzeitig ins Krankenhaus muss, wohnen seine Kids plötzlich wieder bei ihm.

Ben bekommt Aufwind und will zeigen, dass er der perfekte Vater sein kann. Nicht gerechnet hat er jedoch mit Lillys Coming-out als trans Mädchen, das ihn zunächst völlig überfordert. "Ben und seine Familie stolpern in ein Abenteuer mit unbekanntem Ausgang und der Chance auf einen Neuanfang", heißt es in der Ankündigung des Filmverleihs.

"Oskars Kleid" basiert auf der Idee und dem Drehbuch von Florian David Fitz und startet am 22. Dezember 2022 im Kino. In weiteren Rollen sind u.a. Senta Berger, Juan Lo Sasso, Kida Khodr Ramadan und Burghart Klaußner zu sehen. Eine ausführliche Besprechung folgt.

"'Oskars Kleid' erzählt die Geschichte der stetigen Suche nach Identität und dem Platz im Leben", erklärte Regisseur Hüseyin Tabak zu seinem Film. "Zudem geht es um die Frage, welche Gesellschaftsnormen existieren, ob sie angepasst oder veraltet sind. Was wird akzeptiert? Was wird toleriert? Es ist ein großes Thema über ein kleines Kind, das in seinem Handeln 'normal' ist, und alle Erwachsenen drehen durch."

"Es ist ein sehr wichtiges Thema, welches oft unausgesprochen bleibt", so die elfjährige Liily-Darstellerin Lauri in Pressematerialien zum Film. "Nicht alle transkinder sind wie Lili und haben den Mut, ihre wahren Gefühle zu zeigen." Was auch an den Erwachsenen liegt. "An dem unmöglichen Verhalten der Erwachsenen entzünden sich am Ende eigentlich alle Konflikte", so Fitz. "Im Fokus steht aber stets dieses Kind, das sich als einziges Wesen so verhält, wie es alle machen sollten." (cw)


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#1 KonsumentinAnonym
  • 23.09.2022, 15:51h
  • Ich habe mir eben den Trailer angesehen und habe wirklich Tränen in die Augen bekommen. Das ist so ein schöner und wichtiger Film.Endlich wird einmal gezeigt, daß wirkliche TS Menschen bereits im Kindesalter wissen, daß sie im falschen Körper geboren wurden. Und das sie nicht verstehen, warum Erwachsene sich derart menschenverachtend aufführen. Ich habe immer noch Tränen in den Augen. Bin sehr gerührt. Aber die Kommentare unter dem Trailer sind so dreckig, menschenverachtend, mies. Eine Meute aus dreckigen Rechten schreibt sich da wieder ihre dreckige Seele frei. Pfui Teufel! In was für einem miesen Land wir doch wohnen. Wieviele dreckige Menschen es doch gibt. Ich könnte nur noch kotzen. drecksrechtsradikale Schweine.
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#2 Schon
  • 23.09.2022, 16:25hFürth
  • Antwort auf #1 von Konsumentin
  • Sehe ich auch so. Die Kommentare sind zum großen Teil heftig, agressiv und hasserfüllt. Wer keine Liebesfilme mag, hat in Deutschland die Freiheit, den Film nicht anzusehen. Wer Actionfilme hasst, wird nicht gezwungen, diese anzusehen. Das ist freiwillig. Ich frage mich, was das ist, wenn ich einen Film nicht sehen will, aber dann in den Kommentaren so viel Hass und Beschimpfungen verschütte. Zum Teil wiederholen sich die Kommentare, d.h. jemand hat versucht mit primitiven Mitteln Volumen zu generieren. Ich wünsche den Machern des Films jedenfalls, dass viele Menschen sich ihn ansehen und dass sie sich nicht von den Neonazis (mutmaßlich) einschüchtern lassen.
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#3 MinuschAnonym
  • 24.09.2022, 11:31h
  • Bin vom Trailer sehr enttäuscht und empfehle anderen trans Menschen nicht, ihn sich anzugucken.
    Es sei denn, Ihr habt kein Problem mit dem Folgenden:
    - Deadnaming
    - Geschlecht einer trans Person ablehnen
    - Geschlechterklischees
    - "trans als Problem"
    - Umerziehung

    Wenn der Film so ausfällt wie der Trailer, handelt es sich wieder mal um einen dieser "Toleranzfilme", in dem die (cis, männliche, weiße,...) Hauptfigur am Ende lernt, trotz anfänglicher Abneigung jemand anderen zu akzeptieren.

    Natürlich gibt es trans Kinder, die in so einer Umgebung aufwachsen.
    Aber gerade denen würde es eher helfen, wenn nicht das Leiden(!) des Vaters in der Situation in den Mittelpunkt gestellt wird.
    Genau aber den Eindruck macht der Trailer: Das Kind wird als das Problem des toxischen Vaters dargestellt, nicht anders herum.

    Statt den Vater zu zentrieren und zu zeigen, dass er auf das Coming-Out seiner Tochter mit Ablehnung, Wutanfällen, "Umerziehungsversuchen" und Alkoholismus reagiert, könnte man ja auch die wirklichen strukturellen Probleme zeigen, die trans Menschen betreffen.

    Aber so betreibt der Trailer reines Othering und bedient jene althergebrachten Stereotypen und Vorurteilen, die trans Personen endlich, endlich mal loswerden wollen.

    Ich bin mir auch sicher, dass der Vater am Ende des Films seine Tochter endlich akzeptieren wird und das sehr rührend und mit Happy End dargestellt wird.
    Aber welche Botschaft hinterlässt die ganze Vorgeschichte bei ungeouteten trans Personen? Vor allem jene, die vielleicht selber noch jung sind?
    Dass sie das Problem sind?
    Dass sie mit solchen Reaktionen rechnen sollen, denn das ist das Einzige, was in den Medien gezeigt wird?

    Es ist wirklich schön, wenn der Trailer (und Film) ein positives Gefühl beim cis Publikum auslöst.
    Aber für mich hinterlässt er nur ein Gefühl von "ich dachte, wir wären in unserer Gesellschaft schon weiter".
    Anders gesagt: Enttäuschend.
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