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Wie verführt man einen Hetero?

Mit "Like Me!" kommt Ende November ein lässiger Film ins Kino, der sehr sexy und weit mehr als eine der üblichen schwulen Coming-out-Storys ist. Hier ist der Trailer!

Tom (Yoav Keren) ist Anfang 20 und mag es, dass ihn die Männer begehren. Er hat das Privileg, im hedonistischen Tel Aviv zu leben, wo sich immer attraktive Typen finden, die ihn in ihr Bett bekommen. Die Zeit bis zum obligatorischen Wehrdienst versucht er, mit Jobs als Pizzabote und Fotomodel zu verschleppen.

Und da ist ein Kamerad, Kumpel, der Charmebolzen Galid, den Tom unverhohlen anhimmelt. Eines nachts ist es so weit, und Galid lässt sich von Tom "verführen". Doch auf eine Beziehung will er sich nicht einlassen, denn "das" sei nichts für ihn, und außerdem sei er ein Mann und habe eine Freundin. Jetzt liegt es an Tom, zu zeigen, dass Männlichkeit viele Facetten hat…

Der israelische Regisseur Eyal Kantor zeigt in "Like Me!" junge Kerle, die genau wissen, wo es lang geht – und die sich doch auch nach Romantik und Zweisamkeit sehnen. Ein klein wenig "Eis am Stiel", aber ganz ohne Albernheit, sondern ernsthaft und aufrichtig. Ein Film auf der Höhe der Zeit mit einer tollen Optik und einem starken Soundtrack.

Eyal Kantor ist seit über 30 Jahren als Dozent für Filmkunst und unabhängiger Regisseur tätig und hat unter anderem die Kurzfilme "Primitive" (2015), "Type B" (2020) und "Georgian Love Story" (2021) gedreht. In seinem Debüt will er die Geschichten einer jungen Generation erzählen: "Ich habe mich unzählige Male gefragt: Was ist der Unterschied zwischen damals und heute? Was hat die Technologie mit uns gemacht? Die sozialen Netzwerke? Was ist der Preis, den sie uns abverlangen? Von Freundschaften? Beziehungen? Intimität?" Als Vorbild für die Hauptrolle diente eine Person, die er gut kannte und über die Jahre beobachte.

Bislang stehen leider nur zwei Kinotermine fest: am 28. November 2022 im Berliner Kino International sowie im City Kino München. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)


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#1 StaffelbergblickAnonym
  • 25.10.2022, 10:54h
  • "Wie verführt man einen Hetero?" ... ein Freund von mir nannte das schon vor über 20 Jahren "Heten knacken"
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#2 Ith_Anonym
  • 25.10.2022, 13:02h
  • Einen Hetero verführt man gar nicht. Wenn man trotzdem Sex mit ihm hat, wäre es eine Vergewaltigung, und ich schätze, der Rape-Culture-Aspekt ist dann auch das, was die Leute an dem Trope so sehr fasziniert.

    Wenn man Leute "verführt" und die freiwillig mitmachen aka ernstzunehmenden Consent abgeben, sind die mindestens bi.
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#3 Ith_Anonym
  • 25.10.2022, 13:20h
  • Antwort auf #1 von Staffelbergblick
  • Ich mag ja, wie sich der Vergewaltigungsfetischismus in der martialischen Wortwahl des "Knackens"/"Brechens" eines Menschen so schön widerspiegelt. Solange dieses Trope geil gefunden und begrüßt wird, brauchen sich junge Schwule über sexualisierte Gewalt, die sie in der Szene erleben, jedenfalls nicht wundern. Sind auch bloß zwei Seiten derselben Medaille.
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