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Eine verbotene Liebe im Iran
In der Tischlerei, der Experimentierbühne der Deutschen Oper Berlin, wurde am Samstagabend das queere Musiktheaterstück "Negar" von Marie-Ève Signeyrole und Keyvan Chemirani uraufgeführt.
- 30. Oktober 2022, kein Kommentar
Titelheldin ist die Sängerin Negar, die mir ihrem Bruder Aziz, einem Dokumentarfilmer, im Teheran des Jahres 2013 lebt. Trotz strenger Verbote hat sich in der iranischen Hauptstadt ein reges Nachtleben etabliert. Eine junge Generation schafft sich im Untergrund Freiräume in einer Lebensrealität, in der jede noch so kleine Grenzüberschreitung zum brutalen Einschreiten der Behörden führen kann.
Diese Welt betritt Shirin, als sie nach Jahrzehnten im Pariser Exil in den Iran zurückkehrt und ihre Kindheitsfreunde Negar und Aziz wiedertrifft. Das Wiedersehen ruft nicht nur alte Erinnerungen wach: Zwischen Negar und Shirin entwickelt sich eine lesbische Liebesbeziehung, und auch Aziz verliebt sich in die Iran-Rückkehrerin. Als die Drei in den Fokus der Sicherheitsbehörden geraten, wird ihre Begegnung zu einem Akt des Widerstands und der Selbstbehauptung in einem System aus Unterdrückung und Überwachung.
Weitere Vorstellungen von "Negar" stehen am 31. Oktober sowie am 1., 2., 3., 5. und 6. November 2022 auf dem Programm. Mehr Infos zum Stück und zu den Terminen gibt es auf der Homepage der Deutschen Oper. (cw)

















