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"All trans bodies are valid!"
Die Power-Pop-Band Schrottgrenze hat die neue Single "Dysphorie" veröffentlicht - als erste Vorbotin des kommenden Albums "Das Universum ist nicht binär".
- 05. November 2022, kein Kommentar
Im Video zu "Dysphorie" ist zunächt überraschend nicht Sängerin* Saskia Lavaux in der Hauptrolle zu sehen, sondern Sophie Rauscher vom queeren Podcast "trans sein". Das verstärkt aber noch die starke Botschaft des Songs.
Dysphorie ist das sprachliche Gegenstück zu Euphorie, ein Zustand von nervöser und ängstlicher Gereiztheit, der bei Personen auftreten und der eine psychische Dauerbelastung darstellen kann, die häufig mit sozialer Ausgrenzung, Selbstverletzung und Schlimmerem einhergehen kann. Trans, inter und nichtbinäre Personen sind besonders betroffen: Sie haben häufig Probleme mit der ihnen gesellschaftliche zugeteilten Geschlechterrolle und hadern häufig mit dem eigenen Körper bzw. der Wahrnehmung ihrer Körper. Zudem werden diese Personengruppen von der cisgeschlechtlichen Mehrheitsgesellschaft bevormundet, begutachtet oder gedemütigt, indem man ihre Existenz nicht anerkennt.
Die Single gibt tiefe Einblicke zum Mitfühlen und ist gleichzeitiges Empowern mit Gänsehautfaktor. "'Dysphorie' macht hoffentlich allen liebevoll klar, dass sich etwas ändern muss", erklärten Schrottgrenze zum Track. "All trans bodies are valid!"
Der zehnte Longplayer von Schrottgrenze wird insgesamt elf Songs umfassen, am 27. Januar 2023 erscheinen und nach "Glitzer auf Beton" (2017) und "Alles zerpflücken" (2019) den Abschluss der queeren Album-Trilogie der Band bilden.
Inhaltlich bringt der Titelsong "Das Universum ist nicht binär" die Message direkt auf den Punkt: "Stell dir vor wir wachen auf […] Und es wär' der allerschönste Morgen, denn das Patriachat wäre gestorben." Eine Vorstellung, die zum Träumen einlädt. Doch solange wir in einem binären Geschlechtersystem leben, in dem nur Mann und Frau existieren, werden Zeilen wie diese leider eine Utopie bleiben.
Deshalb fordern Schrottgrenze ihre Hörer*innen auf, trans, inter, nichtbinären und agender Personen im Alltag beizustehen und queere Kämpfe um gesellschaftliche Teilhabe zu unterstützen. "Ich habe es satt, ausschließlich von hetero-normativen, zweigeschlechtlichen Lovesongs beschallt zu werden", sagt Saskia, die selbst genderfluid lebt und pansexuell liebt. "Ich möchte meine Gefühle für andere durch die Musik erfahrbar machen und ich wünsche mir, dass cis geschlechtliche Menschen durch unsere Songs Einblicke in die Lebensrealität von trans Menschen erhalten." (cw/pm)
Links zum Thema:
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