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Ein queeres Familiendrama aus Portugal
Der Spielfilm "Brennende Sonne" steht in der Tradition galliger Familiendramen wie etwa von Tennessee Williams oder Edward Albee. Nur dass heutzutage nicht mehr alle Protagonist*innen vermeintlich brav-heterosexuell sind.
- 13. November 2022, kein Kommentar
In der Hitze eines schwülen portugiesischen Sommers verbringen vier Menschen in einer märchenhaften Villa ein Wochenende. Ein Telefonanruf stört ihre Ruhe und kündigt an, dass ein abwesender Freund, der nun wieder in der Stadt ist, ihnen bald einen Besuch abstatten wird. Davids Anruf löst eine verborgene Unruhe aus. Es wird klar, dass er das Leben der vier auf unterschiedliche Weise beeinflusst hat.
Simão ist Autor. Bei ihm ist Vasco, ein sonnengebräunter Adonis mit einer unerfüllten romantische Sehnsucht nach dem Gefährten fürs Leben. Francisco fühlt sich sowohl Männern wie auch Frauen zugetan: Joana möchte unbedingt ein Kind von ihm ankündigen.
In den Erinnerungen an den abwesenden David wird deutlich, wie sehr er sie verachtet hatte, jede*n auf besondere Art und Weise. Dennoch scheinen alle den Verrat und den Schmerz, den er ihnen zugefügt hat, zu genießen, und insgeheim haben alle die Hoffnung auf Versöhnung.
Es ist Nacht, ein Wagen fährt vor. Was wird geschehen?
GMfilms veröffentlicht "Brennende Sonne", den zweiten Film des portugiesischen Regisseurs Vicente Alves do Ó ("Al Berto"), am 25. November 2022 als Video on Demand. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)










