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In memoriam Pepsi Boston

Die Berliner Tuntenlegende Pepsi Boston (1962-1993) wäre heute 60 Jahre alt geworden - wir feiern ihren Geburtstag mit einer queeren Kurzfilm-Perle.

In dem knapp fünfminütigen Film "Bambi" aus dem Jahr 1991 macht sich Boston auf zu einem Waldspaziergang und gerät dabei in seltsame Erregung. Regie führte Björn Koll, der heutige Chef des queeren Medienhauses Salzgeber.

Mit dem im Film vorgetragenen Gedicht "Bambi und der Elch" hatte sich Heiner Mennicken, wie Pepsi Boston mit bürgerlichem Namen hieß, einst beim legendären Tunten-Ensemble "Ladies Neid" beworben. Schnell wurde der "Heinz Erhardt der Travestie" zu einer tragenden Säule und mauserte sich zu einer der wichtigsten Westberliner Kultur- und Polittunten der späten 1980er Jahre.

Nach dem Mauerfall zog Pepsi Boston in das Ostberliner "Tuntenhaus" in der Kastanienallee. Am 28. Mai 1993 starb sie dort an den Folgen von Aids – im gleichen Jahr wie Melitta Sundström und Jürgen Baldiga und ein Jahr bevor die lebensrettende HIV-Kombi-Therapie entwickelt wurde.

Im vergangenen Jahr eröffnete das Berliner SchwuZ zu Ehren der unvergessenen Tuntenlegende die "Pepsi Boston Bar" (queer.de berichtete). (mize)


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#1 sheeperAnonym
  • 21.11.2022, 19:43h
  • Danke für die Erinnerung. Die HAART war allerdings erst 1996 verfügbar.
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