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Der "schönste Junge der Welt" ist zurück!
Ein halbes Jahrhundert nach der Premiere von Viscontis genialer Verfilmung von Thomas Manns "Tod in Venedig" nimmt uns Tadzio-Darsteller Björn Andrésen mit auf eine bemerkenswerte Reise.
- 25. November 2022,
Der Filmemacher Luchino Visconti reiste im Jahr 1970 durch Europa, auf der Suche nach dem perfekten Jungen, um vollkommene Schönheit für seinen Film "Tod in Venedig" zu verkörpern. Er fand Björn Andrésen in Stockholm, ein schüchterner 15-jähriger Teenager, dem er über Nacht zu internationaler Berühmtheit verhalf. Darauf folgte eine kurze, aber intensive Zeit in Andrésens Jugend, zwischen dem Lido in Venedig, London und dem Filmfestival in Cannes.
In der Doku "The Most Beautiful Boy in the World" von Kristina Lindström und Kristian Petri erzählt Björn erstmals seine Geschichte. Entstanden ist ein Film über die Besessenheit von Schönheit, über Verlangen und Aufopferung, über einen Teenager, dessen Leben für immer verändert wurde, als Luchino Visconti ihn zum "schönsten Jungen der Welt" erklärte. Wer war er und was passierte mit ihm?
"The Most Beautiful Boy in the World" ist auch die Geschichte eines Films, der das Leben einer Person zerstört hat. Eine Geschichte von Familiengeheimnissen, von der Suche nach der Wahrheit. Die Doku führt durch persönliche Erinnerungen, Filmgeschichte, Sternenstaub und Tragödie und ist möglicherweise der letzte Versuch des ehemaligen Teenie-Stars, sein Leben wieder auf Kurs zu bringen.
Der Berliner arthouse-Filmverleih missingFILMs bringt "The Most Beautiful Boy in the World" nach Weihnachten am 29. Dezember 2022 in ausgewählte Kinos. Eine ausführliche Besprechung folgt.
Der Film "Tod in Venedig" kam 1971 in die Kinos. Von der Vorlage ausgehend schildert Visconti, wie Gustav von Aschenbach, dargestellt von Dirk Bogarde, während seines Urlaubs in Venedig dem schönen Knaben Tadzio verfällt, ihn heimlich beobachtet und verfolgt und trotz der sich ausbreitenden Cholera die todbringende Stadt nicht verlässt. Anders als in der Novelle ist der Reisende kein berühmter Schriftsteller, sondern ein gescheiterter und kränkelnder Komponist. Visconti band über Rückblenden den Roman Doktor Faustus ein und warf so Fragen der Künstlerproblematik und Musikästhetik auf.
Der Film erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen. Bei der Oscarverleihung 1972 wurde Piero Tosi für das beste Kostümdesign nominiert. Die British Academy of Film and Television Arts zeichnete Pasqualino De Santis 1972 als besten Kameramann und Ferdinando Scarfiotti als besten Szenenbildner aus. Preise wurden auch für die Kostüme und den Ton vergeben. Die britische Filmakademie nominierte Dirk Bogarde als besten Hauptdarsteller. Nominierungen gab es zudem für die Kategorien Film und Regie. (cw/pm)












Das war nicht meine Meinung.
Er ist schöner als ein Mädchen : das war , das bleibt meine Meinung.
Diesen Film unbedingt sehen !