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Antonio und Detlef geben Bernd Lebensmut zurück

Viele Senior*innen und Pflegebedürftige leiden unter Einsamkeit - Schwule und Lesben, die manchmal keine Angehörigen haben, ganz besonders. Der ehrenamtliche Besuchsdienst der Rosa Paten schafft Abhilfe.

Detlef Schmidt (78) und sein Partner Antonio Gonzalez-Valdes (79) sind von Beginn an bei dem 2006 in Frankfurt am Main gegründeten Projekt aktiv. Alle zwei Wochen besuchen sie den im Franziskushaus lebenden Bernd Buggenhagen (61). Buggenhagen hat sich in den 1980er Jahren mit HIV infiziert und ist kognitiv und sprachlich eingeschränkt. Infolge eines Unfalls im Jahr 2005 braucht er außerdem einen Rollstuhl.

Gemeinsam besuchen Schmidt, Gonzalez-Valdes und Buggenhagen Stadtführungen, unternehmen Wanderausflüge, gehen im nahe gelegenen Bethmannpark spazieren oder treffen sich in ihrem Lieblingsrestaurant "Buchholz" zum Essen.

Die Begegnungen haben ihm Lebensmut, Selbstbewusstsein und Selbständigkeit zurückgeben, sagt Buggenhagen. Vor allem das gegenseitige Vertrauen sei eine Erfahrung, die ihm der Pflegedienst nicht bieten könne. Aber auch Schmidt und Gonzalez-Valdes schätzen die Beziehung, die sich von einer Paten- längst in eine Freundschaft gewandelt habe.

Das Video über die Rosa Paten und die drei Männer ist im Rahmen der neuen Antidiskriminierungs-Kampagne "Hessen. Da geht noch was." entstanden. Ziele der Kampagne sind, die Bevölkerung für verschiedene Formen von Diskriminierung zu sensibilisieren, Ausgrenzung vorzubeugen, Hilfsangebote bekannt sowie Orte des Engagements sowie die Akteur*innen und Protagonist*innen sichtbar zu machen.

Während der zweijährigen Laufzeit sollen regelmäßig neue Videos und Audios mit den Geschichten und Erfahrungen von Betroffenen veröffentlicht sowie hessische Orte des Engagements vorgestellt werden. Mehr Infomationen gibt es auf der Kampagnen-Website hessen-da-geht-noch-was.de. (cw/pm)


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#1 LothiAnonym
  • 20.12.2022, 08:21h
  • Vielen lieben Dank an die queer.de Redaktion für diesen kleinen sehr anrührenden Beitrag über ältere Schwule die sich untereinander verstehen und einander helfen wo sie können.
    Es macht mir Mut es im neuen Jahr auch hier in Berlin zu probieren mich mit Gleichgesinnten in meine Altersgruppe zu treffen. Bisher hatte ich diesbezüglich jeglichen Kontakt abgelehnt.
    Anbei wünsche ich allen die das hier lesen ein frohes Weihnachtsfest.
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#2 dellbronx51069Anonym
  • 20.12.2022, 20:45h
  • Antwort auf #1 von Lothi
  • Das ist doch mal was positives! Sehe ich auch so. Das Alter ist ja der wunde Punkt gerade bei uns Schwulen. Es nützt eben nichts, letztlich müssen wir uns doch in das Unvermeidliche fügen.
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