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Die Frau mit dem Pferdeschwanz
"Eine Feier von Kink und Queerness", lobte das Fachportal IndieWire den neuen Film "Piaffe" von Ann Oren - im Januar 2023 läuft er beim Filmfestival Max Ophüls Preis.
- 23. Dezember 2022, kein Kommentar
In "Piaffe" mischt die aus Tel Aviv stammende und in Berlin lebende Regisseurin und Künstlerin Elemente aus Erotik, Fantasy und Performancekunst zu einer surrealistischen Feier des Andersseins und Andersbegehrens: Nach dem Nervenzusammenbruch ihrer Schwester Zara muss die introvertierte Eva deren Job als Geräuschmacherin übernehmen. Für einen Werbespot vertont sie das Verhalten eines Pferds – und vertieft sich so leidenschaftlich in die Arbeit, dass ihr ein Schweif aus dem Steißbein wächst.
Mit dem Schwanz wird auch Evas sexuelles Begehren immer größer. Sie beginnt eine SM-Affäre mit einem Botaniker, der Farne erforscht, und erlebt ihren Körper auf eine noch nie empfundene Weise.
Orens auf 16mm gedrehter Film ist "Body Pleasure" par excellence und zugleich ein taktiler Liebesbrief an die unterschätzten Magier des Kinos. In Locarno wurde "Piaffe" als sinnliches Meisterwerk gefeiert und mit dem Preis der Jugendjury ausgezeichnet. Ein transgressiver, kaum fassbarer Film voller neuer und faszinierender Reize!
Beim Filmfestival Max Ophüls Preis im Saarland wird "Piaffe" am 28. und 29. Januar 2023 aufgeführt (Programm als PDF). Regulärer Kinostart im Verleih von Salzgeber ist erst am 29. Juni 2023. (cw/pm)











