https://queer.de/v?1587
Als Orgasmus-Datensammler*in überflüssig geworden
Mit "UKI" hat die taiwanesisch-US-amerikanische Künstlerin Shu Lea Cheang einen aufregenden queeren Film von außerordentlicher Visualität geschaffen - Weltpremiere ist Ende des Monats beim Filmfest München. Hier ist der Trailer!
- 14. Juni 2023, kein Kommentar
In "UKI" findet sich Reiko – ein*e ausrangierte*r Sexarbeiter*in und Replikant*'in – im Jahr 2060 auf einer Mülldeponie für Elektroschrott wieder. Entsorgt – weil als Orgasmus-Datensammler*in überflüssig geworden – versucht Reiko die Kontrolle über den eigenen Festplatten-Körper zurückzugewinnen, der glitcht und neue Formen annimmt. Schließlich verwandelt sich Reiko in einen Virus, um den Planeten vor den rücksichtslosen Plänen eines Biotech-Unternehmens zu retten.
Was wild klingt, ist auch wild! Werbefilme der 1950er Jahre, Bilder von de Chirico, Hopper, Soylent Green, "Die fantastische Reise", Corona – Shu Lea Cheang schöpft bei ihrer Inspiration aus dem Vollen und lässt ihr Werk zwischen queerem Kino, Science-Fiction, Sex-Positivität und vernetztem Installations- und Performance-Szenario oszillieren. Von 3-D-Grafiken über mit Game-Engines generierte filmische Inszenierungen bis hin zu mit visuellen Effekten angereicherten Live-Action-Szenen nutzt die Filmemacherin alle Formen zeitgenössischer digitaler Filmkunst.
"UKI" feiert am 29. Juni 2023 beim Filmfest München seine Weltpremiere. Vom 20. bis 22. Juli 2023 präsentiert die Berliner Kunstplattform LAS Art Foundation den Film im Kranzler Eck. Ein dreitägiges Screening- und Event-Programm, das parallel zum CSD stattfindet, erweitert die filmische Welt von "UKI" durch Installationen, Sound- und Live-Performances von Künstler*innen, die maßgeblich am Film mitgewirkt haben.
Eine ausführliche Besprechung von "UKI" folgt. Offizielle Standbilder zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. (cw/pm)











