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"Scheiß Hetero, raus aus meiner Mannschaft!"

Mit einem genialen Video engagiert sich der spanische Stürmerstar Borja Iglesias von Betis Sevilla gegen Homofeindlichkeit und erklärt, warum Pride heute "wichtiger denn je" ist.

/ BorjaIglesias9

"Hallo, ich bin Borja Iglesias und ich bin heterosexuell", sagt der Fußballer in dem auf Instagram und Twitter veröffentlichten Video. Danach werden fingierte Zeitungsüberschriften eingespielt. "Borja Iglesias hat sein Coming-out" oder "El Panda bricht das große Tabu des Fußballs" und "Der erste Fußballer, der sich outet".

In dem ironischen Clip werden anschließend ebenso fingierte wüste Beschimpfungen und Beleidigungen gezeigt, mit denen queere Menschen in sozialen Medien oft konfrontiert werden: "Scheiß Hetero, raus aus meiner Mannschaft!" oder "Was für eine Schande! Und was für ein Beispiel für die Kinder" oder "Ekelhaft". Auch bekannte spanische Journalist*innen nehmen teil. "Er ist beleidigt worden, nur weil er zugegeben hat, dass er Frauen mag", sagt ein Sportkommentator wie in einer Reportage. Am Ende des Videos tritt noch einmal Iglesias auf und sagt: "Das würde nie passieren? Und warum das andere doch?"

Zum Video nennt Iglesias auf Twitter und Instagram aktuelle Zahlen aus Spanien: "Im Jahr 2022 ist die Zahl der Übergriffe aufgrund der sexuellen Orientierung um 70 % gestiegen. Ich werde nicht angegriffen, weil ich heterosexuell bin." Fazit des Fußballers: Pride sei deshalb "wichtiger denn je".

Borja Iglesias und sein Team-Kollegen Aitor Ruibal waren vor kurzem selbst Ziel wüster Attacken und Beleidigungen, nachdem sie bei der Hochzeitsfeier eines Freundes mit Damenhandtaschen aufgetreten waren. "Denjenigen unter Ihnen, die sich noch in der Frühgeschichte befinden, sende ich viel Mut", schrieb er dazu auf Twitter. "Es muss sehr schwierig sein, sich nicht weiterzuentwickeln und einzuschränken, statt zu genießen, wie kostbar das Leben ist." (mize/dpa)


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#1 VerachtungInSpracheAnonym
  • 29.06.2023, 10:03h
  • Vielen herzlichen Dank für dieses Engagement, an alle Beteiligten!

    Mir gefällt auch, dass hier auf den Umgang mit Sprache Bezug genommen wird.

    Schwulenfeindliche und -verachtende Sprache ist bis heute weit verbreitet und dieser wird viel zu oft mit Gleichgültigkeit begegnet.

    Aber aus eigener Erfahrung weiß ich, wie es ist, als junger Mensch aufzuwachsen und jeden Tag diese schwulenverachtende Sprache um sich zu haben, die oft mit Brachialgewalt in einen der wenigen Momente der Unbeschwertheit trifft und erneut das bisschen Selbstwertgefühl auffrisst, das man sich so mühsam aufgebaut hat.

    Dazu all die weitere Diskriminierung, das tägliche Mobbing und Erwachsene und Mitschüler*innen, die wie Komplizen erscheinen, wo sie diese Sprache ignorieren. Es verstärkt so sehr das Gefühl der Ausgrenzung, des 'Falsch' seins.

    Es ist sicher eine Mammutaufgabe, dagegen anzugehen, da so fest verankert, vor allem in der Jugendsprache. Es könnte im Kindergarten und den Schulen anfangen.
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#2 suave25Anonym
  • 29.06.2023, 10:50h
  • Solche Unterstützung ist sehr willkommen!

    In Zeiten wie diese brauchen wir Unterstützer*innen.
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