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Lustvolle, neue Bilder von Körper und Geschlecht
In der Doku "Feminism WTF" gehen Expert*innen aus Politik- und Sozialwissenschaften, Gender-, Queer- und Trans-Studies der Frage nach, wie wir alle zum Aufbrechen von Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen beitragen können.
- 06. Juli 2023, kein Kommentar
Der Film der Wiener Regisseurin und Drehbuchautorin Katharina Mückstein startet am 7. September 2023 im Kino, gab der Verleih mindjazz pictures am Mittwoch bekannt. Das smarte, poppig-provokante filmdialektische Experiment, das einen umfassenden Einblick in den Stand der Feminismen von heute gibt, feierte in diesem Jahr seine Weltpremiere beim CPH:DOX sowie weitere Festivalpremieren beim DOK.fest München und der Diagonale, wo es auch den Publikumspreis erhielt.
Als Lehrstück des intersektionalen Feminismus macht "Feminism WTF deutlich, dass der Feminismus des 21. Jahrhunderts viel breiter gedacht werden muss, da die Gesellschaft längst über das bloße Thema "Geschlechtergleichheit" hinausgewachsen ist.
Dabei geht es um viele aktuelle Debatten: Warum sprechen so viele immer von nur zwei Geschlechtern? Warum müssen Frauen den Großteil der unbezahlten Haus- und Kindererziehungsarbeit machen? Warum sind Kapitalismus und Feminismus ein Widerspruch? Was hat der europäische Kolonialismus mit den heutigen Ideen von sexueller Freiheit und rassistischen Stereotypen zu tun? Wieso brauchen wir Feminismus, um das Klima zu retten? Und warum engagieren sich eigentlich so wenige Männer für den Feminismus?
In "Feminism WTF" setzt Regisseurin Katharina Mückstein die Expert*innen in einen filmischen Dialog mit Musikvideo-Sequenzen zum elektronischen Soundtrack von Tony Renaissance: die ästhetisierten Tanz- und Performance-Motive brechen mit den gängigen Vorstellungen von Pop-Feminismus und entwerfen lustvolle, neue Bilder von Körper und Geschlecht.
Offizielle Filmstills zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)











