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Queerer Film aus Pakistan kommt ins Kino
Bei den Filmfestspielen in Cannes wurde "Joyland" von Saim Sadiq 2022 mit dem Jurypreis der Sektion Un Certain Regard und der Queer Palm ausgezeichnet – jetzt gibt es endlich einen Termin für den deutschen Kinostart.
- 27. Juli 2023, kein Kommentar
In eindrücklichen Bildern erzählt "Joyland" eine vielschichtige, explosive Liebesgeschichte, in der es um Tradition, Familie und die eigene Freiheit geht: Haider ist der jüngste Sohn einer sehr konservativen pakistanischen Großfamilie. Während seine zielstrebige Frau Mumtaz als Kosmetikerin Geld verdient, kümmert er sich um seine Nichten und pflegt seinen Vater – doch ohne Einkommen und ohne Nachwuchs entspricht Haider in keinster Weise den Vorstellungen seiner Familie.
Als er eines Tages unverhofft zu einem Job kommt, ändert sich Haiders Leben schlagartig: Heimlich tritt er nachts als Background-Tänzer in der Show der charismatischen trans Tänzerin Biba auf. Aus der anfänglichen Faszination entwickeln sich schnell tiefere Gefühle zu ihr und Haider gerät in ein moralisches Dilemma – denn seine Familie erwartet sehnsüchtig einen Enkel von ihm, während er von seiner Freiheit träumt…
Sein Film sei "die Ent-Romantifizierung einer Coming-of-age-Geschichte und eine Hommage an alle Frauen, Männer und trans Menschen, die unter dem Patriarchat leiden", sagte Regisseur Saim Sadiq zu seinem emotionalen Spielfilmdebüt. Außerdem feiere er "die Sehnsucht, die unglaubliche Verbundenheit und ewige Liebe schafft. Letztendlich ist es eine herzzerreißende Liebeserklärung an mein Heimatland."
Im Verleih von filmperlen startet "Joyland" am 9. November 2023 bundesweit im Kino. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)














