https://queer.de/v?1673
Staatsanwaltschaft wollte Bewerber den Fummel verbieten
Private Auftritte als Dragqueen würden dem Ansehen der Behörde schaden. Das hörte der Anwaltsfachangestellte Carlos alias Miss Cee nach eigenen Angaben in einem Bewerbungsgespräch bei einer Staatsanwaltschaft.
|
- 06. September 2023
Von der diskriminierenden Erfahrung erzählt der 23-jährige Nürnberger in einem Video-Bericht. "Ich hatte ein Bewerbungsgespräch bei der Staatsanwaltschaft, und es lief eigentlich ganz gut", sagt Carlos. "Nur bis ich mein Hobby angesprochen habe: Drag. Da wurde mir halt gesagt, dass es nicht geht. Es würde das Ansehen der Behörde schädigen, und deswegen wäre es damit nicht vereinbar."
Unterkriegen lassen will er sich jedoch nicht und tritt weiterhin als Miss Cee auf. Im Video von Yannick Brauer, Luisa Stamenkovic und Malou Merkel berichtet Carlos ausführlich von seiner "Leidenschaft mit Hindernissen", wird mit der Kamera bei einem Fotoshooting begleitet, außerdem werden Passant*innen zu Dragqueens befragt.
Entstanden ist die Kurzreportage im Rahmen des Projekts "Crossmedia" der Hochschule Ansbach. (cw)










