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Kinotipp: "Pornomelancolía" als Blitzstart in Berlin
Beim diesjährigen Pornfilmfestival war Manuel Abramovichs Doku-Fiction-Porträt des schwulen mexikanischen Pornostars Lalo Santos der Publikumshit. Schon am 2. November kommt "Pornomelancolía" ins Kino!
- 25. Oktober 2023
Lalo Santos ist mit 34 Jahren vielleicht nicht mehr ganz so jung, das Geld braucht er aber trotzdem. "Pornomelancolía" erzählt sein Arbeiterschicksal. Lalos Job in einer Metallwerkstatt ist schlecht bezahlt, und ihm als HIV-positiven Mann fehlt die soziale Sicherung. Nur eines hat der Mann mit dem großen Schwanz reichlich, Sex, vor allem virtuell. Dates, Dates, Dates, das Handy ist voll.
Aus finanziellen Gründen lässt er sich auf eine Pornoproduktion ein. Die Kollegen prophezeien ihm, mit ein paar englischen Ausdrücken könne er ein gutverdienender Star werden.
Der Regisseur dreht einstweilen mit Lalo und anderen jungen Männern ein mexikanisches Revolutionsdrama, nur dass es dabei weniger um Revolution geht als vielmehr um Sex von Mann zu Mann – Zapatismus, neu gedeutet. Bald zeigt sich, dass in der Branche Produktion und Produktionsmittel schneller definiert und verändert werden als anderswo, ebenso die Rezeption. Für Lalo eine Herausforderung, der er sich stellen muss…
"Pornomelancolía" wurde 2022 beim Filmfestival in San Sebastian uraufgeführt. Regisseur Manuel Abramovich ist in Berlin kein Unbekannter: Er war 2019 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD. Während dieser Zeit entwickelte er das Drehbuch zum Film. Für seine Stricher-Doku "Blue Boy" gewann er im selben Jahr den Silbernen Bären der Berlinale (queer.de berichtete).
Ab 2. November 2023 ist "Pornomelancolía" im Berliner Kino Moviemento (Kottbusser Damm 22, Kreuzberg) zu sehen. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)











