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Entdeckung des Andersseins in Japan
Beim Filmfestival in Cannes wurde der japanische Film "Monster" u.a. mit der Queer Palm ausgezeichnet. Unter dem Namen "Die Unschuld" kommt er nun im Frühjahr 2024 in die Kinos.
- 27. Dezember 2023
Der kleine Minato beginnt sich merkwürdig zu verhalten. Seine Mutter spürt, dass etwas nicht stimmt. Als sie entdeckt, dass eine Lehrkraft für das Verhalten ihres Sohnes verantwortlich ist, stürmt sie auf der Suche nach Aufklärung in die Schule.
Während die Geschichte aus Sicht der Mutter, der Lehrkraft und des Kindes erzählt wird, kommt allmählich die Wahrheit ans Licht: Minato unterhält eine enge Freundschafts- und Liebesbeziehung zu einem Mitschüler.
Regisseur Hirokazu Kore-eda verhandelt in "Die Unschuld" verschiedenste, nicht immer funktionale Familiendynamiken, wobei die Geschichte mehrfach unerwartete Perspektivwechsel vornimmt. Am Ende geht es auch um Homophobie, die Entdeckung des Andersseins, Lebenslügen und die Kurzsichtigkeit (erwachsener) Autorität, was Kore-eda mit der ihm eigenen Leichtigkeit zu einem sehr berührenden, menschlichen und nicht zuletzt hoffnungsvollen Ganzen verwebt, stimmig untermalt von der Musik des kürzlich verstorbenen Ryuichi Sakamoto.
"Die Unschuld" startet am 21. März 2024 in deutschen Kinos. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)










