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Nichtbinäre Hexenperson vertritt Irland beim ESC
Auf der grünen Insel ist die Vorentscheidung bereits gefallen: Mit dem düsteren Song "Doomsday Blue" wird Bambie Thug Irland beim Eurovision Song Contest 2024 in Malmö vertreten.
- 30. Januar 2024
Bambie Thug, mit bürgerlichem Namen Bambie Ray Robinson, konnte sich in der "The Late Late Show" des Senders RTÉ gegen fünf Mitbewerber*innen durchsetzen. Ihre Musikrichtung bezeichnet die nichtbinäre Person als "Ouija Pop" – benannt nach dem Hexenbrett, mit dessen Hilfe man mit Geisterwesen in Kontakt treten kann.
Bambie Thug praktiziert nach eigenen Angaben selbst Magie und baut auch immer wieder Zaubersprüche und Verhexungen in die eigenen Songs ein. Der etwas gruselige ESC-Beitrag "Doomsday Blue", der vorab bereits in voller Länge auf der EP "Cathexis" erschienen ist, macht da keine Ausnahme: Text und Performance erinnern teilweise an Szenen aus Horrorfilmen.
Im Englischen benutzt Bambie Thug das Pronomen "they". "Ich mag es, Teil einer coolen, aufstrebenden Queer-Szene zu sein", so das 30-jährige Enby in einem Interview mit dem britischen Magazin "Gay Times". "Ich hatte das nicht, als ich aufwuchs, also ist es wichtig, Leute zu haben, mit denen man sich identifizieren kann, und Musik zu haben, die einen anspricht und einem mehr Freiheit gibt, man selbst zu sein – mehr queere Stimmen ist das, was die Welt verdammt noch mal braucht." (cw)
















