https://queer.de/v?1827
Ein Party-Lied mit einer starken Nachricht
Seit acht Jahren lebt der portugiesische Sänger Dan Perry in Berlin und erlebt immer wieder Rassismus und Queerfeindlichkeit. Jetzt hat er darüber den Song "I Wanna Love" geschrieben.
- 31. Januar 2024
"I Wanna love" ist ein Party-Lied mit einer starken Nachricht. Er möchte einfach anziehen, was er anziehen möchte, singt Dan Perry. Und auch bei der Liebe hat er genug von dummen Vorurteilen und Diskriminierung.
"Berlin war und ist für mich immer noch die Stadt, wo man frei leben kann, wo es viele Möglichkeiten gibt und es nie langweilig wird", so der schwule Sänger gegenüber queer.de. "Die ersten Jahre fühlte ich mich sehr wohl, aber im Laufe der Zeit sind ein paar Situationen passiert, die mich sehr traurig gemacht haben." Wegen seiner schwarzlackierten Fingernägel oder seiner Outfits werde er häufig in der U-Bahn oder auf der Straße angepöbelt. Seine Zeit in Deutschland sei begrenzt, hieß es in persönlichen Nachrichten auf Instagram.
"Das alles macht mich sehr traurig", erzählt Perry über die Entstehungsgeschichte von "I Wanna Love". Sein Appell: "Mehr als zuvor sollen wir jetzt alle zusammenhalten, egal welche Hautfarbe wir haben oder wen wir lieben."
Dan Perry besuchte das "Conservatorio de Musica da Jobra" in Portugal, wo er nach drei erfolgreichen Jahren seine Ausbildung als Theater-Schauspieler absolviert hat. 2015 zog er nach Berlin, wo er anfing, an seiner musikalischen Karriere zu arbeiten. 2019 gründete Perry seine eigene Pop-Rock-Band namens Merely Minds, 2021 war er bei "The Voice of Germany" zu sehen. Er kämpft seit Jahren für diejenigen, die unter Mobbing, Diskriminierung oder Rassismus leiden, und sein Motto ist: "Be who you are". (cw)










