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Queere Filme auf der Berlinale: "Banale Tage"
Insgesamt 32 queere Filme sind bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin zu sehen. Die Retrospektive feiert u.a. den Spielfilm "Banale Tage" von Michael Sollorz mit Ronald M. Schernikau in seiner einzigen Filmrolle.
- 04. Februar 2024
Ost-Berliner Jugend in den späten 1970er Jahren. Der Schüler Michael und der Werkzeuglehrling Thomas werden trotz unterschiedlicher sozialer Herkunft Freunde. Sie eint der Drang aus der Banalität des Alltags auszubrechen. Sie wehren sich gegen Bevormundung, das Gefühl der Nutzlosigkeit und die Verschwendung ihrer Lebenszeit. Sie wollen sich erproben und eigene Träume verwirklichen.
"Banale Tage" (1991) basiert auf der gleichnamigen literarischen Vorlage des schwulen Schriftstellers Michael Sollorz. Das Buch sollte im Herbst 1990 veröffentlicht werden, wozu es in der unwägbaren Wendezeit allerdings nicht kam. Aufgespürt und für eine Verfilmung vorgeschlagen wurde der Stoff durch den DEFA-Dramaturgen Timothy Grossmann. Regisseur Peter Welz orientiert sich in seiner surrealistischen Inszenierungsästhetik am Stil Frank Castorfs, der zu seinen künstlerischen Vorbildern zählt.
Auf der 74. Berlinale, die vom 15. bis 25. Februar 2024 stattfindet, werden insgesamt 233 Filme aus 80 Ländern zu sehen sein. Insgesamt 32 Produktionen, darunter 15 Spielfilme, können sich Hoffnung auf den queeren Filmpreis Teddy Award machen, der am 23. Februar in mehreren Kategorien verliehen wird.
Zum queeren Programm der Berlinale gehören auch der Dokumentarfilm "Teaches of Peaches" sowie die Kurzfilme "Uli" und "Un invincible été". (cw)
















