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Queere Filme auf der Berlinale: "Sieger sein"
Insgesamt 32 queere Filme sind bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin zu sehen. Seine Weltpremiere in der Sektion "Generation Kplus" feiert auch der Jugendfilm "Sieger sein" von Soleen Yusef.
- 07. Februar 2024
Die elfjährige Mona ist mit ihrer siebenköpfigen kurdischen Familie aus Syrien geflüchtet und in Berlin gelandet, genauer gesagt im Bezirk Wedding. Dort kommt sie an eine berüchtigte Grundschule. 90 Prozent "Ausländeranteil". Hier herrscht Chaos. Die meisten Lehrkräfte sind mit den Nerven am Ende, und bei den Schüler*innen steigt das Frustlevel täglich.
Auch bei Mona. Deutsch kann sie kaum, dafür aber Fußball. In ihrer Heimat hat sie oft mit ihren Freund*innen auf der Straße Fußball gespielt. Sie vermisst ihr Zuhause, die Freund*innen und besonders ihre Tante Helin. Sie war Monas Heldin und hat deren Fußballleidenschaft stets unterstützt. In Deutschland ist alles anders.
Herr Che, ein engagierter Lehrer, erkennt Monas außergewöhnliches Talent und nimmt sie in die Mädchenmannschaft auf. Gut gemeint, aber alles andere als einfach. Mona gilt schnell als Außenseiterin, und das Zusammenspiel mit den anderen Mädchen gestaltet sich schwieriger als gedacht. Jede von ihnen kämpft ihre eigenen Kämpfe, doch bald wird klar: Nur wenn sie zusammenspielen, können sie gewinnen.
Auf der 74. Berlinale, die vom 15. bis 25. Februar 2024 stattfindet, werden insgesamt 233 Filme aus 80 Ländern zu sehen sein. 32 Produktionen, darunter 15 Spielfilme, können sich Hoffnung auf den queeren Filmpreis Teddy Award machen, der am 23. Februar in mehreren Kategorien verliehen wird.
Zum queeren Programm der Berlinale gehören auch die Spielfilme "The Visitor" von Bruce LaBruce sowie "Des Teufels Bad" von Veronika Franz und Severin Fiala, der Dokumentarfilm "Teaches of Peaches" sowie die Kurzfilme "Uli" und "Un invincible été". In der Retrospektive wird "Banale Tage" gezeigt. (cw)














