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Neue Netflix-Doku über den "Darkroom-Killer"
Nach dem Erfolg der US-amerikanischen Crime-Scene-Reihe bringt Netflix am 3. April 2024 mit "Crime Scene Berlin: Nightlife Killer" eine queere deutsche Mordserie auf den Screen.
- 07. März 2024
In der dreiteiligen Dokuserie, produziert von Beetz Brothers Film Production, wird der 2012 als Berliner "Darkroom-Killer" landesweit bekannt gewordene Fall mehrerer rätselhafter Morde im schwulen Nachtleben der Hauptstadt konstruiert. Mit einer Überdosis der Droge Liquid Ecstasy hatte der von der Polizei gefasste Täter Dirk P. vor zwölf Jahren drei Männer getötet (queer.de berichtete). Sein erstes Opfer fand er in der Cruisingbar "Große Freiheit 114".
Die Mordserie hatte den schwulen Filmemacher Rosa von Praunheim bereits 2019 zu dem Spielfilm "Darkroom: Tödliche Tropfen" inspiriert (queer.de berichtete).
Die Netflix-Doku lässt nun mehrere Zeitzeug*innen zu Wort kommen. Unter den Personen, die ihre Perspektive der Ereignisse teilen, sind neben den damals zuständigen Kriminalbeamt*innen auch die Staatsanwältin, Hinterbliebene der Opfer und ein Überlebender. Die wichtigste Aussage kommt dabei von der Tante des Täters. Danach wuchs Dirk P. bei seinen katholischen Großeltern nähe Saarbrücken auf. Nach dem Tod des Opas zwang die Oma den Jungen, bei ihr im Pyjama des Verstorbenen zu schlafen. Sie habe sich bei ihm "bedient", ihn also missbraucht, sagt die Tante, und als sie mitbekam, dass ihr Enkel schwul ist, ekelte sie sich vor ihm.
Der amerikanische Dokumentarfilmer Joe Berlinger, dessen auf Netflix erschienene Dokumentationen "Jeffrey Dahmer: Selbstporträt eines Serienmörders" und "Jeffrey Epstein: Stinkreich" Fans des Crime-Genres weltweit begeisterten, fungierte im Zuge der Produktion von "Nightlife Killer" neben Georg Tschurtschenthaler, Florian Fettweis und Christian Beetz als Executive Producer.
Eine ausführliche Besprechung der Dokuserie folgt. Die offiziellen Szenenbilder zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. (cw/pm)
















