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Schwule Liebe im Märchenland
Die Komödie "Chantal im Märchenland", die bereits über 1,7 Millionen Zuschauer*innen in die Kinos lockte, erzählt – von der Kritik fast unbemerkt – auch eine queere Geschichte. Wir zeigen eine Schlüsselszene!
- 18. April 2024
Im Mittelpunkt unseres Clips "Wachgeküsst" steht der sensible Prinz Bosco (Max von der Groeben), der noch seinen Platz in der Märchenwelt sucht, über die heteronormativen Erwartungen seiner königlichen Mutter hinauswächst und schließlich sein wahres Ich in der LGBTI-Community akzeptiert.
In "Chantal im Märchenland", der Fortsetzung von "Fack ju Göthe", geraten Chantal (Jella Haase), ewige Influencerin ohne Follower*innen, und ihre beste Freundin Zeynep (Gizem Emre) durch einen antiken Zauberspiegel in die Märchenwelt. Zur Freude Chantals, denn als Prinzessin kann man doch vermutlich den besten Content generieren… Dummerweise ist es nicht irgendein Märchen, in das sie hineingerät, sondern ausgerechnet "Dornröschen". Kleine Warnung an alle Prinzen: Wachküssen nur auf eigene Gefahr!
Während Chantal den Weg zurück nach Hause sucht, stellt sie fest, dass im Reich der Drachen, Feen und anderer Märchenfiguren vieles anders läuft, als wir es aus den Geschichten der Gebrüder Grimm kennen. Prinzessin Amalia (Maria Ehrich), die so gar nicht davon träumt verheiratet zu werden, Aladin (Mido Kotaini), der noch nie etwas von einem fliegenden Teppich gehört hat, und eine Hexe (Nora Tschirner), die alles andere als die Klischees erfüllt.
Die Komödie von Erfolgsregisseurs Bora Dagtekin, die seit 28. März im Kino läuft, ist ein lustiges wie auch berührendes Abenteuer, das der Welt der Märchen einen neuen und zeitgemäßen Twist gibt und zeigt, dass es für ein Happy End ganz sicher keine Prinzen braucht.
An seinem Eröffnungswochenende zählte der Film 700.000 Besucher*innen. Dies machte ihn zum bis dato erfolgreichsten Filmstart 2024 sowie dem besten Start eines deutschen Filmes seit der Corona-Pandemie. "Chantal im Märchenland" erhielt durchschnittliche Kritiken. Christopher Petersen urteilte, dass Jella Haase eine der erfolgreichsten und lustigsten deutschen Comedy-Kunstfiguren geschaffen habe. (cw/pm)










