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Zärtlicher Liebesbrief an die schwule trans Community

Beim queeren Filmfestival Pink Apple in Zürich wurde der hybride Spielfilm "Desire Lines" von Jules Rosskam im Rahmen der Closing Night am 2. Mai als bester Film ausgezeichnet.

  • 04. Mai 2024

Die ebenso herausfordernde wie kluge Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm sowie intellektuellem Filmessay begibt sich auf die Spuren des Aktivisten Lou Sullivan der sich in den 1980er Jahren als erster trans Mann öffentlich als schwul outete.

Ahmad (Aden Hakami) stöbert in den Akten des Queer Archives von Chicago, um seine Homosexualität als trans Mann besser einzuordnen. Bei den Recherchen vermischt er Fakten mit Fiktion und taucht in Fantasiewelten ein, in denen er sich die schwulen Badehäuser der 1970er und 1980er Jahre durch eine transmaskuline Linse neu vorstellt.

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Unterstützt wird er von Kieran (Theo Germaine, "The Politician"), einer nichtbinären Person in den Zwanzigern, die im Archiv arbeitet. Eine generationenübergreifende Freundschaft entsteht, als Ahmad und Kieran durch ihre gemeinsame Faszination für Lou Sullivan noch enger zusammenwachsen.

"Der hybride Spielfilm ist ein zärtlicher Liebesbrief an die schwule trans Community und das Vermächtnis, das Lou Sullivan und viele andere Namenlose hinterlassen haben", so das Filmfestival.

Der Pink Apple für den besten Film ist mit 3.000 Schweizer Franken (rund 3.090 Euro) dotiert. Ein deutscher Kinostart von "Desire Lines" steht bislang nicht fest. Offizielle Szenenbilder zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. (cw)

Galerie:
Desire Lines
8 Bilder

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