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So überwindet Wilhelmine ihre Selbstzweifel
Parallel zum neuen Album "Meere" hat die lesbische Sängerin Wilhelmine zusammen mit ihrer Label-Kollegin Mele die neue Single "Vergleiche" veröffentlicht – eine queere Kritik an der Musikindustrie.
- 06. Mai 2024
In "Vergleiche" geht es um Selbstzweifel. Darum, sich mit einer Person an seiner Seite zu vergleichen, der man nahe steht. Die einem einerseits Kraft gibt. Andererseits fürchtet man, im Schatten ihres Selbstbewusstseins zu verschwinden.
"Wenn ich wirklich wäre so wie du / Wär' ich mir dann endlich selbst genug? / Ich schau dich an und ich bin neidisch / Doch alles daran ist mir peinlich", singen Wilhelmine und Mele. Zu einem hypnotischen, D&B-gefärbten Beat lassen die Künstlerinnen unterdrückte Ängste und Sorgen raus. "Der ganze Druck in mir, den ich schon immer kenn'", singt Wilhelmine, "ich will da raus, aber ich schaff's nicht".
"Vergleiche" hat, wie Wilhelmine berichtet, einen sehr realen Hintergrund – die Musikindustrie und wie man sich als Frau darin oft fühlt: "Der Song handelt davon, wie sich Musikerinnen ständig miteinander vergleichen. Wie wir manchmal von der Musikindustrie gegeneinander ausgespielt werden. Und ein bisschen auch davon, was Social Media manchmal mit uns als Künstlerinnen macht", so Wilhelmine. "Dass wir Frauen oder Flinta* mehr miteinander verglichen werden, ist ein generelles patriarchales Problem unserer Gesellschaft. Ein Mark Forster und ein Max Giesinger können einfach ihr Ding machen und müssen sich das nicht ständig anhören."
Zumindest im Studio konnten sich Wilhelmine und Mele von diesem äußeren Druck befreien: "Mele und ich hatten großen Spaß zusammen im Studio, wir haben total viel gelacht", berichtet sie. Diese gute Chemie hört man ihren Vocal Performances an, die sich auf "Vergleiche" geradezu symbiotisch ergänzen.
"Vergleiche" ist nach "nie wieder wegrennen", "Paula", "sie" (auch im Remix von und mit Moglii) und "viele" die fünfte Single-Auskopplung aus Wilhelmines neuem Album "Meere". (cw/pm)
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