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Ein queerer Song für alle menstruierenden Personen
Gigolo Tears, Deutschlands queere Indiepop-Hoffnung und Solo-Projekt von nonbinary Artist Chris Schalko, hat am Dienstag die neue Single "PMS" veröffentlicht.
- 05. Juni 2024
Musikalisch bewegt sich Gigolo Tears bislang zwischen softem Indiepop und empowerndem Kuschelrock. Doch "PMS" kommt anders daher, nämlich im Gewand einer zerbrechlichen Klavierballade. Während Schalko auf lyrische sowie persönliche Art und Weise zyklusbedingte Wut verarbeitet, spiegelt die instrumentale Ebene des Tracks vor allem Traurigkeit und die dramatische Unausweichlichkeit der eigenen Hormone wieder.
Im dazugehörigen Musikvideo werden die Strophen mit ausdrucksstarken Szenen gekonnt visualisiert. Der entstehende Kontrast erzeugt eine spannende Dynamik, und so singt sich Gigolo Tears nicht nur in die Herzen all jener menstruierenden Personen und das prämenstruelle Syndrom nur zu gut kennen – der Track sorgt neben wichtiger Identifikationsfläche auch darüber hinaus für längst überfälliges Bewusstsein für den Umstand, dass nicht nur Frauen betroffen sind.
Du schaust mich an und ich schau weg
Ertrage kaum, wie du mich erblickst
Du glaubst, ich kann dich nicht mehr sehen
Alles kotzt mich an, ich will nur gehen
Begleitet von der melancholischen Piano-Melodie, für die sich Izzy Ment verantwortlich zeigt, präsentiert Gigolo Tears Zeilen wie "Ich hab PMS / Sogar mein Babyface ist heute Resting Bitch, yes" oder "Ich kann nicht raus aus meiner Haut / Ich bin aggro, will alles zerhauen" mit verletzlicher Stimme und zarter Attitüde. Emotionale Zugeständnisse finden sich neben ehrlich beschriebenen Selbstzweifeln wieder und machen "PMS" zu einem nahbaren, monatlichen Soundtrack für alle Periodenmäuse. (cw/pm)
Links zum Thema:
» Die Single "PMS" bei amazon music
» Gigolo Tears auf Instagram
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