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"Alter Sack gegen braunes Pack"
Hamburgs Bewegungs-Urgestein Lutz Johannsen versucht sich mit 63 Jahren als Rapper MCFischkopp und hat gemeinsam mit dem Verein Shalom Hamburg e.V. den Song "A*sch hoch statt Arm hoch!" aufgenommen.
- 11. Juni 2024
Shalom Hamburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, das kulturelle Leben der Stadt zu fördern. Klassische Musik, die mit der jüdischen Geschichte Hamburgs verknüpft sind, bildet den Schwerpunkt der Projekte.
Mit dem Rap-Song "A*sch hoch statt Arm hoch!" präsentiert Shalom Hamburg erstmals eine neue Stilrichtung, die sich hauptsächlich an junge Menschen wendet und ein starkes Bekenntnis für Demokratie und Toleranz und gegen Faschismus, Antisemitismus, Antifeminismus und Homophobie darstellt.
"A*sch hoch statt Arm hoch!" versteht sich als kreative und künstlerische politische Antwort auf Vorfälle wie das viel diskutierte Sylt-Video, in dem zu sehen und zu hören ist, wie Party-Besucher*innen rassistische Parolen grölen.
Im Pre-Chorus heißt es:
Alter Sack gegen braunes Pack,
ich steh auf und mach!
Alter Sack gegen Hetze und Hass,
ich steh auf und mach!
Alter Sack für Demokratie,
ich steh auf und mach!
Alter Sack für Empathie,
ich steh auf und mach!
Die Idee für den Rap-Song ist bereits Anfang des Jahres entstanden, als zwei engagierte Verfechter für Demokratie und Vielfalt sich eigentlich überlegten, wie man Erstwähler*innen ab 16 Jahren erreichen und für die Europa- und Hamburger Kommunalwahl am 9. Juni 2024 sensibilisieren und aktivieren kann: Emanual Meshvinski, Komponist, Violinist und Leiter des Jewish Chamber Orchestra (JCO) Hamburg, und der LGBTI-Aktivist und ehemalige SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Lutz Johannsen alias MCFischkopp sind verantwortlich für den Rap-Song- letzterer als Protagonist.
Bei der Hamburger Bezirkswahl, die am Sonntag parallel zur Europawahl stattfand, hatte Johannsen für die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte kandidiert, verpasste jedoch an 15. Stelle bei den SPD-Personenstimmen den Einzug. "Ich werde mich, soweit es in meiner Kraft (Gesundheit) liegt, weiter ehrenamtlich für unsere schöne Stadt einsetzen", schrieb der Ehrenvorsitzende der Hamburgischen Regenbogenstiftung am Montag in einem Newsletter. (cw)










