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60 Sekunden Aufrichtigkeit

Der starke Kurzfilm "True To You" zeigt das innere Coming-out eines religiösen schwulen Jugendlichen.

"Es gibt da etwas, was ich dir sagen will", beginnen die meisten Coming-outs – so auch im Film "True To You" von Jacob Charton. Er erzählt die Geschichte eines Jugendlichen, der nach einem inneren Kampf mit sich, den eigenen Unsicherheiten und seiner Religion zur ultimativen Akzeptanz seiner selbst findet.

"Ich habe mich mit diesem Film bei meiner Familie und Freunden geoutet. Er ist mir sehr wichtig. Ich hoffe das alle im Coming-out wissen, dass sie nicht allein sind – egal woher sie kommen. Bleibt stark, denn es wird wirklich besser!", sagt Charton über die Bedeutung seines Films.

Der 23-jährige Filmemacher mit mexikanisch-jüdischen Wurzeln zeigt, welchen Kampf viele Jugendliche mit Migrationshintergrund gehen müssen, um zu sich selbst stehen zu können. Sie haben nicht nur mit dem eigenen Rollenbild vom Mannsein zu kämpfen, sondern erleben darüber hinaus, dass ihre Gefühle nicht mir Religion oder Kultur vereinbar sind – so zumindest der vermeintliche Eindruck. Denn "True To You" zeigt, dass es keine Entscheidung zwischen der eigenen Identität und allen anderen Identitäten geben muss. Sie gehören alle zu einem.

Dass der Film nur 60 Sekunden dauert, tut dieser Botschaft keinen Abbruch. Die Bilder sind liebevoll komponiert. Ihnen sieht man an, dass Charton neben der Filmemacherei auch als Fotograf arbeitet. Jedes einzelne Szene wirkt wie ein Foto, dass für sich allein und für eine Facette des Hauptdarstellers steht: vom muskelprotzenden Fitnessfan, über den religiös erzogenen Teenager bis hin zum schwulen jungen Mann, der zu seiner Liebe steht.

Mehr von Charton zeig das Medienprojekt queerblick demnächst. (cw/pm)



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#1 MeckieAnonym
  • 09.09.2019, 14:18h
  • Da kann der Typ im Video aber echt froh sein, dass er so jung und gutaussehend ist. Wäre er alt und hässlich, könnte er es mit dem Coming-Out aber ganz schnell vergessen. Wann bilden Filmemacher eigentlich mal reale Schicksale und Personen ab und nicht immer so Prototypen, die es so viele auf der Welt gar nicht geben kann.
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