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Queere Funken am Strand
Mit der schwulen Dating-Reihe "Sparks Camp" und der queeren Webserie "Marahuyo Project" kommen aktuell gleich zwei sehenswerte Shows aus den Philippinen, beide kostenlos bei Youtube.
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- 07. Juli 2024
Während bei Netflix am Dienstag die schwule Datingshow "The Boyfried" aus Japan veröffentlicht wird (queer.de berichtete), sorgt in den sozialen Netzwerken in Asien eine andere Show für Gespräche: Vor wenigen Wochen ist die zweite Staffel von "Sparks Camp" aus den Philippinen gestartet, sie ist weltweit bei Youtube mit einblendbaren englischen Untertiteln verfolgbar.

Aus den Philippinen kommen gleich zwei Binge-Highlights
Die "Zelebrierung von queerer Liebe, Identität und der universellen Sehnsucht nach Verbundenheit" ist liebevoll und recht unprätentiös umgesetzt. Es gibt keinen Preis oder Prince Charming, sondern einfach mehrere schwule und bisexuelle Singles auf der Suche nach Zuneigung. Zum Ende der ersten Staffel hatten sich nach dem letzten Verteilen ihrer Funken ("sparks" auf Englisch) zwei mögliche Paare gefunden.
Umrundet wird das ganze von einer recht warmherzigen Atmosphäre, in der viel gekichert, manchmal auch gelästert und viel über sich erzählt wird. Themen wie Coming-out, Schönheitsideale oder Selbst-Akzeptanz tauchen auf. Wer das Glück hatte, in einer schwulen / queeren Jugend- oder Uni-Gruppe aufgewachsen zu sein, wird sich hier am Strand in der Provinz Pangasinan, um die 10.000 Kilometer von Deutschland entfernt, schnell zurecht und heimelig fühlen. Die die Jungs bestärkende Moderation von "Mother Sparker" Mela Habijan, 2020 die erste Gewinnerin des Beauty- und Repräsentations-Wettbewerbs Miss Trans Global, tut dazu ihr Übriges.
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Die ersten zwei Folgen sind bereits online, neue gibt es mittwochs im Youtube-Kanal Black Sheep.
Was warmherziges Community-Feeling betrifft: Ebenfalls vor wenigen Tagen hatte in den Philippinen die sehenswerte Mini-Serie "Marahuyo Project" Premiere. Nach einem Vorfall an seinem College in Manila wird King zu seiner Mutter und Großmutter in die Provinz geschickt, wo er sich an der Uni mit der trans Studentin Venice anfreundet und ein queeres Student*innenreferat gründen will. Dabei trifft er auf Widerstände, weitere tolle Charaktere mit ihren inneren und äußeren Kämpfen – und den Studierenden-Sprecher.
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Alle acht Episoden mit englischen Untertiteln sind im Youtube-Kanal ANIMA Studios verfügbar. Die Serie, ein tolles Geschenk zum Pride-Monat, stammt von Regisseur JP Habac, er drehte vor vier Jahren bereits die hochgelobte schwule Webserie "Gaya Sa Pelikula" (ebenfalls acht Folgen bei Youtube).
Zusammen mit der Reihe "Gameboys" (Netflix bei engl. Sprachauswahl) galt die Reihe als wichtiger Beitrag des Landes zum Trend in Südost- und Ostasien zu Serien mit Jungs-Romanzen (queer.de berichtete). Der Markt der sogenannten BL-Reihen wird weiter von Thailand dominiert, aktuelle populäre und unterhaltsame Serien sind etwa "Wandee Goodday" (Arzt und Boxer verlieben sich, Youtube) und "My Love Mix-up" (zwei Schüler verlieben sich nach Missverständnissen, Youtube). (nb)
















