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Die queere Frau hinter dem Porno-Imperium
Der Dokumentarfilm "Queen of the Deuce" erzählt die Geschichte der bisexuellen New Yorker Unternehmerin Chelly Wilson.
- 05. August 2024
Chelly Wilson war erfolgreiche Geschäftsfrau, liebte Männer und Frauen, spielte Poker mit Pornostars und Mafiosi und baute sich im Manhattan der 1960er Jahre ein Imperium von Pornokinos auf – allen Herausforderungen zum Trotz. Sie galt als aufbrausend, bestimmt, aber auch charmant und großzügig.
Doch selbst ihre jüngste Tochter wusste lange Zeit nicht, dass ihre Mutter eine sephardische Jüdin aus Thessaloniki war und Rachel Serero hieß. In einer arrangierten Ehe lebend, strebte Chelly Wilson schon früh nach Freiheit und Autonomie und konnte gerade noch rechtzeitig in die USA fliehen.
Die Dokumentation "Queen of the Deuce" erlaubt Einblicke in eine komplexe Familiengeschichte und die faszinierende Subkultur im New Yorker Viertel The Deuce der 1960er bis 1970er Jahre. Der Film von Valerie Kontakos gehört zum Programm der Jüdischen Filmtage Frankfurt vom 1. bis 15. September 2024. (cw/pm)
















