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Das Diktat der (Hetero)Normativität

Am 3. Oktober kommt Adele Tullis bildgewaltige Dokumentation "Normal" über starre Genderrollen in die Kinos - hier ist der offizielle deutsche Trailer.

Tullis formal gradliniges und ästhetisch überzeugendes Filmdokument handelt von der unkritischen Unterwerfung unter das Diktat der (Hetero-)Normativität. Die Regisseurin richtet die Kamera auf alltägliche Handlungen, Rituale und Szenen und lässt einige Situationen durch eine konterkarierende Bild-Ton-Montage befremdlich erscheinen.

In langen, ruhigen Einstellungen zeigt sie, wie Mädchen zu Prinzessinnen geschminkt werden, wie ein Vater seinen Sohn auf ein Motorradrennen begleitet und wie kreischende Teeniemädchen sich mit dem angehimmelten Youtube-Star ablichten lassen. Sie zeigt Jungs beim Ego-Shooter- und Gotcha-Spielen, verfolgt das Fotoshooting eines frisch verheirateten Paares, zeigt ausufernde Junggesellinnenabschiede, filmt einen Kurs, der jungen Männern zeigen soll, wie man zum Alphamännchen wird, und einen, in dem Frauen lernen sollen, wie man dem Mann in der Ehe am besten dienen kann.

Dabei bleibt Tulli konsequent beobachtend, fast distanziert. In der kommentarlosen Aneinanderreihung dieser unzähligen stereotypen Handlungen ist letzten Endes dann doch ein Kommentar enthalten. "Normal" läuft ab 3. Oktober 2019 im Verleih von missingFILMs in einigen deutschen Programmkinos. (cw/pm)


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#1 ursusEhemaliges Profil
  • 17.09.2019, 13:23h
  • Heterosexualität ist erlerntes Verhalten.
  • Direktlink »
#2 heteraquerEhemaliges Profil
  • 20.09.2019, 08:35h
  • Antwort auf #1 von ursus
  • Nö ! Ich kann genau so wenig was dafür, dass ich auf Männer stehe - wie du !

    @ alle

    Diese dargestellte Klischee- Normativität ist längst nicht mehr normal. Eltern und Erzieher sind eher genervt , wenn die Kinder mal wieder voll die Klischees bedienen und sie versuchen auch immer anderes anzubieten . Jungs , die gerne mit Puppen spielen sind beliebt , weil man in ihnen die späteren sozial einfühlsamen Männer sieht. Mädchen die Fussball spielen wollen , kommen auch gut an , denn das sind dann bestimmt später starke Frauen , die sich nicht unter kriegen lassen.
    Trotzdem soll man Kinder auch nicht verbiegen und wenn Mädchen " Mädchenhaft" sind , dann ist das halt so und deren gutes Recht . Oder darf man etwa nur Mädchenhaft sein , wenn man ein Transmädchen ist ?

    In einer Kindersendung , ich weiß nicht mehr wie sie hieß , wurden immer Familien aus fernen Ländern dokumentiert. Einmal ging es um zwei Mädchen , die mit ihrer Familie irgendwo in der afrikanischen Wüste wohnten. Die kannten weder geteerte Straßen noch Getränke in Dosen. Süßigkeiten waren für sie bestimmte Wurzeln , die sie aus dem Sand ausgebuddelt hatten und dann mit den Zähnen schälten.
    Einmal hatten die Mädchen Ziegen an Nomaden verkauft und durften zum ersten mal in die Stadt , um sich davon etwas zu kaufen. Sie machten sich ( mit den Kameraleuten) auf den 1000 km langen Weg , jede mit einer ordentlichen Portion Bananen auf dem Kopf. Schliefen nachts bei Bekannten , die auf diesem Weg wohnten .
    In der Stadt angekommen , zogen sie ihre Schlappen aus um zu sehen , wie sich die Straße anfühlt und kauften sich Getränkedosen, die sie versuchten mit Steinen zu öffnen.

    Tja , und dann haben sie noch etwas entdeckt, dass ihre Herzen höher schlagen lies........BARBIEPUPPEN !

    Das müsst ihr jetzt einfach schlucken, Leute !
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#3 Filip
  • 20.09.2019, 09:42hHamburg
  • Antwort auf #1 von ursus
  • "Heterosexualität ist erlerntes Verhalten."

    Das war wohl ironisch gemeint?
    Da es bei Homosexualität nicht richtig ist, ist es andersherum auch nicht.

    Was über den Inhalt des Films beschrieben wird, nennt man Sozialisierung. Finde ich erst einmal nicht so schlimm. Diese Sozialisierung sollte aber zusätzlich reflektieren, dass es auch eine Akzeptanz für andere Identitäten geben muss, es also Abweichungen gibt.
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