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Lutz van der Horst beim CSD Bautzen
In einem "heute-show Spezial" zu den Wahlen in Sachsen und Thüringen waren Lutz van der Horst und Fabian Köster in Ostdeutschland unterwegs – zu den Highlights der Sendung gehört ein Besuch beim CSD in Bautzen.
- 01. September 2024
Bei Deutschlands mutigstem Christopher Street Day vor drei Wochen reisten rund 700 Neonazis aus ganz Deutschland nach Bautzen – und liefen nur wenige hundert Meter hinter der bunten Pride-Demonstration mit über 1.000 Teilnehmer*innen her. Wenn es jemanden gelingt, ein so ernstes Thema in einer Satiresendung angemessen aufzugreifen, dann ist es Lutz van der Horst.
In Gesprächen des schwulen "heute-show"-Reporters mit CSD-Organisator Jonas Löschau und Teilnehmer*innen der Demo wird die enorme Bedrohungslage deutlich. Auf der anderen Seite macht sich van der Horst über die peinlichen Rechtschreibschwächen der Nazis lustig und deren "sehr große Angst vor bunten Farben". Und er fragt Löschau, ob Schwulsein nicht die Lösung gegen den Männerüberschuss in Ostdeutschland ist.
Ganz nebenbei bekommt auch die LGBTI-Community ihr Fett weg. "Ich bin selber schwul oder queer", stellt sich Lutz van der Horst seinem Gesprächspartner vor. "Ich habe den Überblick verloren – ich weiß nicht, wie es mittlerweile heißt."
Die komplette Sendung gibt es hier.
Seine Homosexualität hatte Lutz van der Horst bereits 2010 in einem Interview mit einem Landesvorsitzenden der Partei Bibeltreuer Christen im Nebensatz erwähnt. Der Comedian wurde 1975 als älterer von zwei Söhnen in Köln geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Anglistik an der Universität zu Köln arbeitete er zunächst als Sprecher und Autor für den Hörfunk sowie ab 2000 auch für das Fernsehen. Gemeinsam mit Manuel Butt und Thomas Rogel, der später auch Autor für die "heute-show" war, gründete er 2008 das Autorenbüro N2O Comedy, benannt nach der chemischen Summenformel für Lachgas. Van der Horst lebt in Köln. (mize)
















