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Ein bittersüßes, böses Familiendrama

Seine queere Biografie war maßgebender Motor für seinen neuen Film "Der Spatz im Kamin", sagt der Schweizer Regisseur Ramon Zürcher. Am 10. Oktober 2024 kommt das Familiendrama in die deutschen Kinos.

  • 05. September 2024

Karen wohnt mit ihrem Ehemann Markus und den gemeinsamen Kindern in ihrem idyllisch gelegenen Elternhaus. Zu Markus' Geburtstag reist auch Karens Schwester Jule mit ihrer Familie an. Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein. Düstere Erinnerungen an die verstorbene Mutter verstärken Jules Drang nach Rebellion gegen ihre herrische Schwester. Während sich das Haus zunehmend mit Leben füllt und ein Spatz im Kamin den Weg in die Freiheit sucht, steigt in Karen die Anspannung – bis sich alles zuspitzt und Altes zerstört wird, um Raum für Neues zu schaffen.

Nach den vielfach preisgekrönten Festivalhits "Das merkwürdige Kätzchen" und "Das Mädchen und die Spinne" erzählen die Schweizer Zwillingsbrüder Ramon und Silvan Zürcher auch in ihrem dritten Film – dem Abschluss der "Tier-Trilogie" – auf ganz eigene Art vom menschlichen Zusammenleben. Mal wuchtig, dass einem der Atem stockt, mal poetisch feinfühlig und humorvoll, und mit einem glänzenden Cast, taucht "Der Spatz im Kamin" in den abgründigen Kosmos einer Familie ein und entfacht zwischen verborgenen Sehnsüchten und Geheimnissen ein lichterloh brennendes Feuer des Aufbruchs.

"Ich denke, dass meine queere Biografie maßgebender Motor war für diese Geschichte", erklärte Regisseur Ramon Zürcher in einem Statement zu dem bittersüßen, bösen Familiendrama. "Insbesondere die Erfahrung, als Teenager vor dem Coming-out eine heteronormative Maske zu tragen, um nicht verletzt zu werden, hat diese Erzählung mitgeprägt. Für mich ist dieser Film auch ein Plädoyer für Freiheit, für die Schaffung eines sozialen Raumes, in dem alle Menschen frei atmen können, damit ein gesundes Miteinander möglich ist. In Familien. Beziehungen. In der Gesellschaft. Überall." (cw/pm)


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