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Zwischen exzessiven Nächten und Depressionen
Mit "ein tag göttin" hat Mariybu den idealen Soundtrack für wilde Berliner Clubnächte veröffentlicht – aber auch tieftraurige Zugeständnisse und die gegenseitige Wechselwirkung finden auf der neuen Single ihren Platz.
- 07. Oktober 2024
"Kann nichts machen, es is' Freitag in Berlin" – die Wochenenden in der Hauptstadt haben Mariybu fest im Griff: Nächte werden durchgetanzt, die Rauschzustände und der drückende Bass lassen sie für einen Abend alles vergessen. "ein tag göttin" bringt dieses Gefühl bereits im Titel zum Ausdruck.
"Meine Depris misch' ich gerne mit 'nem Wodka", heißt es auf der Single – doch nach dem High folgt das unumgängliche Tief, das sich die Tage danach wie ein schwarzes Tuch über die Glücksgefühle legt. Die Flucht aus dem Alltag und der Einsamkeit fühlt sich erstmal befreiend an, doch je länger sie andauert, desto stärker hittet dann die Realität.
Ich weiß, ich werds morgen bereuen
Aber ich hab viel zu viel Spaß
Mein Therapeut wird sich drauf freuen
Und ich geb' noch ein bisschen Gas
Die Hyperpop-Königin aus Berlin produziert sich seit jeher selbst und hat sich für die Eskapismus-Hymne für einen Mix aus Techno und Hyperpop entschieden, über den sie gekonnt ihre verspielte Stimme legt.
Als visionäre Sängerin und Producerin sowie empowerndes Rolemodel hat sich Mariybu in den vergangenen Jahren weit über die queere Szene hinaus einen Namen gemacht. Mal stark und kämpferisch, mal zuckersüß und verspielt, aber immer kompromisslos sie selbst – so präsentiert sich die Musikerin auf der Bühne. Dass sie diese stets auch anderen weiblichen und genderqueeren Talenten (z.B. jolle, Angel Rider, Lil' Lil') zur Verfügung stellt, fasst die künstlerische DNA von Mariybu perfekt zusammen: Es geht um gegenseitiges Empowerment in einer Industrie, die FLINTA*-Personen bis heute zu wenig Raum zugesteht. (cw/pm)
Links zum Thema:
» "ein tag göttin" bei amazon music
» Mariybu auf Instagram
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