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Halbzeit-Show trollt homophobe Uni

Die Marching Band der Rice University in Houston hat am Samstag ein Football-Spiel gegen die ebenfalls aus Texas stammende, baptistisch geprägte Baylor-Universität genutzt, um ein Zeichen gegen Homo- und Transphobie zu setzen.

Twitter / RiceChron | Video-Eindrücke der Halbzeit-Show

Für die Tradition der Halbzeit-Show habe man ursprünglich daran gedacht, etwas zu "Star Wars" zu machen, so Chad Fisher von der Marching Owl Band der Rice University, auch bekannt als "The MOB", gegenüber dem "Houston Chronicle". Dann habe man aber erfahren, dass die gegnerische Uni aus Waco in ihren Richtlinien Studenten von "heterosexuellen Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe und homosexuellem Verhalten" abrät und von ihnen erwartet, sich nicht an "Interessengruppen" zu beteiligen, "die ein Verständnis von Sexualität fördern, das der biblischen Lehre widerspricht".

Auch weigere sich die private Universität seit Jahren, eine queere Studentengruppe offiziell anzuerkennen. Mit der erst kürzlich bekräftigten Entscheidung stehen den queeren Studenten keine Campus-Räume und keine finanziellen Mittel zur Verfügung.

So wurde seitens der Marching Band die Idee geboren, die Choreographie um ein Zeichen der Solidarität für die queeren Studenten der gegnerischen Uni zu erweitern. Auf dem eigenen Campus erhielt man dafür breite Zustimmung und sammelte neben Ideen als Spenden auch rund 70 queere Flaggen, darunter die Regenbogen-, Trans- und Interflagge, ein. Mit diesen liefen die Band und die Cheerleader ins Stadion ein, stimmten den queeren Klassiker "YMCA" der Village People an und bildeten gegen Ende eine Formation mit dem Begriff "Pride".

Twitter / ricemob

Die Baylor-Universität solle "ihre Richtlinien überdenken und alle ihrer hervorragenden Studenten unterstützten", so die Rice-Marschkapelle in der offiziellen Beschreibung der Show. Auf Twitter ergänzte das Team die Botschaft mit den Hashtag-Worten: "Verbeitet Liebe, nicht Hass". (cw)



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24. September 2019
1 Kommentar

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