https://queer.de/v?2130
Ein Lied für die einsamen, zärtlichen und letztlich siegreichen Herzen
Mit seiner neuen Single "Happier On My Own" feiert der queere Sänger und Tänzer Lucky Love die Selbstliebe – für das offizielle Video konnte er "Emily in Paris"-Star Camille Razat gewinnen.
- 16. November 2024
Nicht nur Millionen von Fans, auch Stars wie Lana del Rey und Sam Smith sind Fans der Musik von Lucky Love. Nachdem der queere Franzose vor einem Jahr seine erste EP "Tendresse" sowie die Single "Masculinity" veröffentlichte, ist am Freitag sein Debütalbum "I Don't Care If It Burns" erschienen. Darauf besingt der queere Sänger und Tänzer alle Gefühlsfacetten. Trotz aller Widrigkeiten glaubt er an die verbindende Kraft der Liebe.
Teil des Albums ist die Ska-beeinflusste Single "Happier On My Own", mit der Lucky Love die Selbstliebe feiert. Es ist ein Lied für die einsamen, zärtlichen und letztlich siegreichen Herzen.
"Es war mir sehr wichtig, für die Veröffentlichung meines Albums mein eigenes Musikvideo zu drehen", erklärte der Künstler zum Clip. "Ich wollte eine Wes-Anderson-Bildersprache, gemischt mit einem super modernen Touch, der zu meiner eigenen musikalischen Welt passt." Die Zusammenarbeit mit der aus "Emily in Paris" bekannten Schauspielerin Camille Razat sei "ein Segen" gewesen. "Wir kennen uns seit Jahren, und es fühlte sich so natürlich an, sie für die Hauptrolle einzuladen."
Bildende Kunst, Tanz, Film, Fotografie, Mode – der in Lille geborene Pariser Künstler kabylischer und britischer Abstammung Luc Bruyère, wie Lucky Love mit bürgerlichem Namen heißt, hat bereits alle Facetten der Kunst gemeistert. Nachdem er am Institut Saint-Luc in Brüssel Kunst studierte, arbeitete er mit bildenden Künstler*innen wie Olafur Eliasson. Während er bei der Choreographin Carolyn Carlson trainierte, die seit seinem fünften Lebensjahr seine Lehrerin war, stach er als talentierter Tänzer hervor und schaffte es bis in die Pariser Oper, wo er in einem Duett mit der Primaballerina Marie-Agnès Gillot triumphierte.
Er beendete sein Studium an der renommierten Schauspielschule Cours Florent und begann eine erfolgreiche Theaterkariere, bei der er mit etablierten Schauspieler*innen wie Béatrice Dalle und Joey Starr arbeite, bevor er sich Arthouse-Filmen ("Le Prisonnier" von Christophe Honoré) zuwandte. Sein schillernder Werdegang stand im Fokus des Dokumentarfilms "Lucky", der 2023 beim Tribeca Film Festival gezeigt wurde.
Musik hat ihn dabei immer begleitet, sei es in den Gedichten, die er als Teenager zu schreiben begann oder im Pariser Kabarett von Madame Arthur, in dem er als Transvestit in "Vénus de mille hommes" auftrat. Musik bestimmte auch den Rhythmus seiner Nächte in Berlin, wo er zwischen 2016 und 2022 lebte, und die gegenkulturellen Kunstgalerien und Underground-Schwulenclubs durchstreifte. Und natürlich begleitete sie ihn an seinem 14. Geburtstag, als er nach seinem Coming-out allein in seinem Zimmer tanzte und sich die Wut von der Seele schrie. (cw/pm)
Links zum Thema:
» Lucky Loves Debütalbum "I Don’t Care If It Burns" bei amazon.de
» Lucky Love auf Instagram
Informationen zu Amazon-Affiliate-Links:
Dieser Artikel enthält Links zu amazon. Mit diesen sogenannten Affiliate-Links kannst du queer.de unterstützen: Kommt über einen Klick auf den Link ein Einkauf zustande, erhalten wir eine Provision. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht.










