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IU Diversity Award für queere Auf­klärungs­kampagne

Der Berliner Mediendesign-Student Felix Würkner wurde für seine Abschlussarbeit "#ColourFueledHearts" gegen Homo- und Transfeindlichkeit ausgezeichnet – wir zeigen vier seiner Videos!

  • 03. Januar 2025

Die IU Internationale Hochschule (IU) verlieh Felix Würkner aus Berlin den "IU Diversity Award 2024" für seine herausragende Bachelorarbeit im Studiengang Mediendesign. Unter dem Titel "#ColourFueledHearts" entwickelte der 34-jährige Dualstudent eine crossmediale Medienkampagne für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt zur Prävention von Homo- und Transphobie. Seine Aufklärungskampagne kombiniert YouTube-Videos, Instagram-Postings, Workshops und gedruckte Infomaterialien, was die Jury vollends überzeugte.

"Felix' Arbeit zeigt eindrucksvoll, wie Medien kreativ genutzt werden können, um zwischenmenschliche Vorurteile abzubauen und queere Lebensrealitäten sichtbarer zu machen", so Nicola Schmidt-Geheb, Gleichstellungsbeauftragte an der IU.

Als Person, die sich selbst zur LGBTI-Community zählt, weiß Felix Würkner, vor welchen Hindernissen und Herausforderungen man sowohl als Heranwachsender als auch als Erwachsener stehen kann. "Queere Kinder und Jugendliche brauchen mehr Unterstützung, Repräsentation und Sichtbarkeit", so Würkner. "Mit meiner Arbeit möchte ich einen kleinen Beitrag leisten, um Homo- und Transphobie zu reduzieren."

Für seine Bachelorarbeit führte Felix Würkner Interviews mit sechs queeren Menschen aus Berlin. Ihre Geschichten sind das Herzstück der Kampagne – sechs verschiedene Lebenshintergründe, sechs verschiedene Sexualitäten, sechs verschiedene geschlechtliche Identitäten und viele verschiedene Reaktionen, die sie im Umgang mit ihren Mitmenschen erlebt haben. Emotional, tiefgründig und aufklärend.

"Die Ergebnisse meiner Recherchen zeigen, wie wichtig es ist, Aufklärung frühzeitig anzusetzen – sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen", erklärt Würkner. Umfragen an Berliner Bildungseinrichtungen hätten beispielsweise ergeben, dass hier ein Handlungsbedarf bestehe, um insbesondere Lehrkräften mehr Sicherheit im Umgang mit queeren Themen zu geben. Sensibilisierungs-Workshops und Info-Broschüren könnten hier unterstützen. Digitale und soziale Medien, die vor allem von Jüngeren genutzt werden, würden wiederum Sichtbarkeit und Repräsentation schaffen.

Eine Besonderheit der Kampagne: In nahezu allen Arbeitsbereichen versuchte Würkner queere Einflüsse zu integrieren. So ist das Logo beispielweise von den Werken des US-amerikanischen homosexuellen Grafikdesigners Kyle Letendre inspiriert. Seine Farbigkeit basiert auf den Farben der Transflagge. Ihr Farbverlauf unterstreicht, dass Geschlecht und Sexualität eine Art Spektrum sind und es nicht nur Schwarz oder Weiß gibt. Neben seinen queeren Interviewpartner*innen arbeitete Würkner zudem mit einem queeren Fotografie-Studierenden zusammen, der bei der Umsetzung half. "Ich habe sogar eine eigene Schriftart für das Projekt entwickelt, welche ich mir aus Briefen von Kindern an ihre Eltern, darunter auch von mir, zusammensetzte, um auch hier eine Brücke zwischen Inhalt und Gestaltung zu schlagen", so Würkner. (cw/pm)


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