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Vom Jugendknast direkt auf den Strich

Bald im Kino: In der Tradition von "My Private Idaho" und "Sauvage" erzählt der brasilianische Regisseur Marcelo Caetano in "Baby" die mitreißende Geschichte eines queeren Erwachsenwerdens in der Sexwork-Szene.

  • 05. Januar 2025

Der 18-jährige Wellington wird aus der Jugendstrafanstalt entlassen. Seine Eltern sind während der zweijährigen Haftzeit weggezogen und haben ihm keinen Kontakt hinterlassen. Wellington muss sich alleine auf den Straßen São Paulos durchschlagen.

In einem Pornokino lernt er den 42-jährigen Sexworker Ronaldo kennen. Der erfahrene Escort nimmt den jungen Mann unter seine Fittiche und zeigt ihm die Rotlichtszene, in der auch Wellington unter dem Namen "Baby" zu arbeiten beginnt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine ambivalente Beziehung, die von Nähe und Fürsorge, aber auch von Abhängigkeiten und latenten Gefahren geprägt ist.

"Baby" ist mutiges und sexy queeres Kino aus Brasilien: Regisseur Marcelo Caetano nähert sich den Figuren und Schauplätzen seines neuen Films ohne Vorurteile und mit großer Empathie an und feiert die Solidarität zwischen den sexuellen Außenseiter*innen, ohne die Schattenseiten des Milieus zu kaschieren. Für die Darstellung des Baby wurde Newcomer João Pedro Mariano bei dem Filmfestspielen in Cannes mit dem Rising Star Award der Louis Roederer Foundation ausgezeichnet.

In Deutschland startet "Baby" am 20. März 2025 im Verleih von Salzgeber im Kino. Bereits im Februar ist der Film in der Queerfilmnacht zu sehen. Eine ausführliche Besprechung folgt, offizielle Standbilder zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. (cw/pm)

Galerie:
Baby
10 Bilder

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