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Der asexuelle Komponist
Der Komponist Maurice Ravel war nie verheiratet. Schon häufiger wurde spekuliert, ob er homosexuell war. In ihrem Film "Bolero" zeigt ihn Regisseurin Anne Fontaine nun als Asexuellen.
- 21. Januar 2025
Der Film "Bolero" erzählt von der Entstehung des gleichnamigen Ballett- und Orchesterstücks und wirft einen Blick auf das Leben und Schaffen seines Schöpfers: des französischen Komponisten Maurice Ravel. Am 7. März 2025 hätte er seinen 150. Geburtstag gefeiert. Einen Tag zuvor startet X Verleih "Bolero" in den deutschen Kinos.
Paris, 1928: Ein Auftrag der Tänzerin Ida Rubinstein wird zur kreativen Herausforderung für den Komponisten Maurice Ravel. Es ist nicht nur Musik, die der Komponist sucht und findet – es ist etwas, das die Sinne verführt und ewig im Gedächtnis bleibt. Der Weg dorthin war alles andere als geradlinig: eine Reise, die der Film "Bolero" auf eindrückliche Weise nachzeichnet.
Heute zählt der "Bolero" zu den meistgespielten Orchesterstücken der Musikgeschichte. Alle 15 Minuten ist er irgendwo auf der Welt zu hören. Doch wer war der Mann, der dieses zeitlose Meisterwerk erschaffen hat, und was ist die Geschichte hinter der eingängigen Melodie, die bis heute Menschen auf der ganzen Welt fasziniert?
Regisseurin Anne Fontaine hat Maurice Ravel in ihrem Film als asexuell angelegt. Historisch verbrieft ist lediglich, dass der Komponist nie verheiratet war. Asexualität, aber auch maximal verschwiegene Homosexualität werden vermutet. Überliefert wurden seine Beziehungen nicht, dafür kleine Details wie seine Freude über exotischen Katzen oder bestimmte japanische Zierblüten.
Eine ausführliche Besprechung des historischen Musikfilms folgt. (cw/pm)
















