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12-jähriger Enkel von Roseanne outet sich als schwul

In der zweiten Staffel der amerikanischen Primetime-Serie "The Conners" hat sich der zwölfjährige Mark als schwul geoutet.

Mark, dargestellt von Nachwuchsschauspieler Ames McNamara, hatte bereits in der Vorgängerserie "Roseanne" wegen seines nichtgeschlechtskonformen Verhaltens – er zieht etwa gerne Mädchenklamotten an – Probleme in der Schule. In der vergangene Woche zur Hauptsendezeit um 20 Uhr ausgestrahlten Folge von "The Conners" hatte der Zwölfjährige nun sein schwules Coming-out.

In der Folge sprachen Mutter Darlene (Sara Gilbert) und ihr Sohn erstmals über seine Homosexualität. Darlene erzählte in einer Szene zu Beginn der Folge zunächst ihrem Sohn, dass sie zur Rektorin bestellt wurde. Der Grund: Mark habe gegen die "No PDA"-Regel verstoßen. PDA steht für "public display of affection", also öffentliche Zurschaustellung von Zuneigung. Ein Mitschüler hatte ein Bild gepostet, das Mark zeigt, wie er seinen Freund Austin auf dem Schulgelände küsste.

Marks Schwester Harris (Emma Kenney) beschwerte sich dann, dass das Leben unfair sei: "Er gewinnt bei allem und hat jetzt auch noch einen Boyfriend. Ich hasse dich!" Darauf sagte Mark: "Ich nehme an, dass er mein Boyfriend ist. Als wir herausgefunden haben, dass es personalisierte Pizzen zum Schulmittagessen gibt, waren wir so aufgeregt, dass wir geküsst haben." Es sei aber das erste Mal passiert. Mark erklärte weiter: "Er hat mir letzte Woche erst erzählt, dass er schwul ist."

Twitter / TheConnersABC

Natürlich folgten Komplikationen: Austins Mutter erwies sich als Homo-Hasserin, woraufhin ihr Sohn bei einem Gespräch bei der Rektorin behauptete, nicht schwul zu sein. Daraufhin wurde Mark unsicher und versuchte, selbst etwas heterosexueller zu agieren. Seine Eltern sagten ihm aber, dass er sein wahres Ich nicht verstecken solle. Letztlich erklärte Mark: "Ich bin froh, schwul zu sein."

Die Folge sorgte bei Homo-Hassern für helle Aufregung. "Die Serie zeigt nie christliche Menschen, die beispielsweise glauben, dass Homosexualität eine Sünde ist", heißt es etwa auf der christlich-fundamentalistischen Seite "Newsbusters". Außerdem könne Mark ja bloß "verwirrt" sein, mutmaßt die Seite.

Skandal um Roseanne Barr

"The Conners" basiert auf der Erfolgsserie "Roseanne", die zwischen 1988 und 1997 gezeigt und dafür gefeiert wurde, schwierige Themen wie Arbeitslosigkeit oder Geldsorgen in einer Sitcom zu behandeln. 2018 bestellte ABC im Rahmen des TV-Retrotrends eine neue Staffel. Die Neuauflage wurde allerdings nach einer Staffel eingestellt, weil Roseanne Barr nach rassistischen Tweets gefeuert wurde. Die 66-Jährige, die in den letzten Jahren zu einer Konservativen mutiert ist und zu den größten Fans von US-Präsident Donald Trump gehört, hatte sich auf Twitter rassistisch über die schwarze Obama-Beraterin Valerie Jarrett geäußert, indem sie sie als muslimische Äffin bezeichnete. Außerdem hatte sie den jüdischen US-Milliardär George Soros als "Nazi" beschimpft, der während des Zweiten Weltkriegs andere Juden verraten habe, um sich an ihnen zu bereichern.

Direktlink | Vor ihrem rassistischen Ausbruch erklärte Roseanne Barr in einer Latenightshow, warum sie Trump unterstützt

ABC setzte daraufhin die Sitcom unter dem Namen "The Conners" fort, Roseanne musste aber off-screen den Serientod sterben. Die Einschaltquoten halbierten sich daraufhin, da viele republikanische Zuschauer das Vorgehen als Dolchstoß gegen eine Konservative empfanden, die für ihre Meinung bestraft wird. Trotzdem sind die Einschaltquoten gut genug, dass die Fortsetzung nach Staffel eins nie in Frage gestellt worden war.

Die zehnte Staffel von "Roseanne" wurde wegen der rassistischen Tweets der Hauptdarstellerin in Deutschland nie gezeigt. Der Disney Channel setzte die Sitcom, die er eigentlich zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr zeigen wollte, kurzfristig ab. Die erste Staffel der "Conners" gibt es bei Amazon Prime Video zu sehen. (dk)

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» Wie alt warst du, als du dich in deiner Familie geoutet hast?
    Ergebnis der Umfrage vom 07.10.2019 bis 14.10.2019


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#1 DramaQueen24Profil
  • 07.10.2019, 10:36hBerlin
  • Klasse Idee der Autoren, und es wundert mich nicht, dass Homohasser wie "Focus on the Family" oder der "Club 700" (von Pat Robertson) nicht so doll finden. Aber die Serie bildet die Wirklichkeit ab, nicht eine von Clean Flicks bereinigte Fassung.
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