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Absage ans "Alpha"-Männlein
In ihrem Single-Debüt "The Invite" taucht die queere Newcomerin less in finstere Tiefen der so genannten "Manosphere" hinab.
- 28. März 2025
I can teach you how the world really works on the inside!
So großspurig verkündet es, personifiziert durch die queere Sängerin less, ein fiktiver Männlichkeits- und Finanzcoach. In ihrem Single-Debüt "The Invite" taucht die Hamburger Newcomerin in finstere Tiefen der so genannten "Manosphere" hinab. Dort lauern zwielichtige Ratgeber auf verunsicherte Jungs und ködern mit den ganz großen Versprechungen.
You can make it work for you, if you pull a couple strings right!
Die Krise der Männlichkeit als Geschäftsmodell. Natürlich geht es den selbsternannten Alpha-Machern ums Geld.
You gotta pay upfront for the invite.
Bedrückend aktuell, zugleich entzückend leidenschaftlich dargeboten, stellt less in ihrem Song die Strukturen und Denkmuster der antifeministischen Bewegung bloß. Kein Zufall für less, über Männlichkeit zu singen, denn als weibliche trans Person ist sie mit normativen Genderrollen im konstruktiven Dauerclinch.
Das Instrumental von keos hebt die Stimme von less auf die theatrale Bühne – zu treibenden Beats wird eingeflüstert und ausgerufen, gejammert, gezetert, gepredigt. Dynamisch schwillt der Song vom säuselnden Singsang bis zum stakkato gerappten Klimax heran, um sich dann erschöpft ins Eingeständnis fallen zu lassen:
Don't you resent me – not until that bank account is empty.
Links zum Thema:
» "The Invite" bei amazon music
» less auf Instagram
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