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Erste queere Operette kommt nach Dresden
Am 11. April ist es so weit: Nach großen Erfolgen in Berlin und Hamburg feiert die "Operette für zwei schwule Tenöre" von Johannes Kram und Florian Ludewig Premiere in der Comödie Dresden.
- 02. April 2025
Erstmals kommt die "Operette für zwei schwule Tenöre" nach großen Erfolgen in Berlin und Hamburg nach Dresden und feiert ab 11. April 2025 in der Comödie Dresden die berührend-komische Wiedergeburt der Berliner Operette.
Das mit dem Deutschen Musical Theater Preis ("Beste Liedtexte") ausgezeichnete Stück von Johannes Kram (Text) und Florian Ludewig (Musik) erzählt eine aufwühlende, moderne, brüllend komische, aber immer auch berührende Geschichte über schwules Leben zwischen Liebe und Sex, Stolz und Selbstzweifel sowie Landidylle und Großstadtszene.
Die Story: Der Grafiker Tobi (Torben Rose) und der Krankenpfleger Jan (Ricardo Frenzel Baudisch) haben sich ein gemeinsames Leben auf dem Land aufgebaut: Ein eigenes Häuschen mit Garten samt Obstbäumen, selbstgemachter Konfitüre zum Frühstück und freundlich grüßenden Nachbarn. Die beiden lernten sich auf dem jährlichen Schützenfest kennen, nachdem Tobi der Hauptstadt den Rücken gekehrt hat, um seinen Traum vom idyllischen Leben auf dem Land zu leben. Doch während Tobi das Dorf idealisiert, hält es Jan, der seine Heimat noch nie verlassen hat, dort kaum noch aus. Und schließlich muss auch Tobi feststellen, dass sich das Landleben weitaus rauer gestalten kann, als die Berliner Partyszene.
Im Mittelpunkt des Theaterabends stehen 16 im Stil der "Goldenen Operette" neu geschaffene Schmacht-Walzer und Operetten-Schlager wie "Champagner von Aldi", "Mein Fetisch ist die Operette", "Wann fahr'n wir wieder zu Ikea?" und "Liebe Grüße aus Berlin!".
"Es ist keine Operetten-Parodie", sagt Autor und Regisseur Johannes Kram. "Wir nehmen das Genre sehr ernst, was für uns bedeutet, dass es albern und vor allem auch lustvoll zur Sache geht. Aber weder wir noch die beiden Protagonisten des Stücks schämen sich für große Gefühle, zumal die Welt der Operette ihren Fans noch etwas schuldig ist, auf das diese seit über 150 Jahren warten mussten: Ein ganz unironischer, unmissverständlicher, unverdruckster Hauptrollen-Kuss samt Liebesarie von Mann zu Mann." (cw/pm)
Links zum Thema:
» Weitere Infos, Termine und Karten auf der Homepage der Comödie Dresden
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