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Solidarität als gelebte Utopie
Jim Hubbards eindringlicher Dokumentarfilm "United in Anger" zeigt die Anfänge der ACT-UP-Bewegung. Am 15. April ist er in Münster zu sehen!
- 14. April 2025
Zu Beginn der Aids-Epidemie, als Regierungen wegsahen und gesellschaftliche Ignoranz Menschenleben kostete, regte sich Hoffnung in Form von Widerstand, Zusammenhalt und gelebter Solidarität. Jim Hubbards eindringlicher Dokumentarfilm "United in Anger: A History of ACT UP" erzählt nicht nur die Geschichte einer Bewegung – er erzählt von Menschen, die das Unvorstellbare wagten: Inmitten von Schmerz und Verzweiflung entwarfen sie Utopien eines anderen Zusammenlebens. Sie organisierten sich in ACT UP (AIDS Coalition to Unleash Power), protestierten gegen eine Politik der Ignoranz und bewussten Unterlassung von Hilfe, kämpften gegen Diskriminierung und schufen Räume für Fürsorge, Sichtbarkeit und Veränderung.
Die Dokumentation lässt Aktivist*innen selbst zu Wort kommen und macht ihre Wut, Trauer, aber auch Hoffnung und Entschlossenheit spürbar. Ob bei Die-Ins, der Verstreuung der Asche von Verstorbenen vor dem Weißen Haus oder der Besetzung einer medizinischen Konferenz – ACT UP zeigte, dass Widerstand Leben retten kann.
"United in Anger" ist ein kraftvolles Zeugnis darüber, wie sich Menschen zusammenschließen, um in einer Situation existenzieller Bedrohung nicht nur zu überleben, sondern neue Formen des Miteinanders zu entwerfen. Der Film erinnert daran, dass Solidarität nicht nur eine Reaktion, sondern auch eine Vision sein kann.
In der Filmreihe "I have a dream", die Visionen von gesellschaftlichem Wandel in den Mittelpunkt stellt, zeigt der Münsteraner Verein Die Linse die bewegende Doku am 15. April um 18 Uhr im Cinema. Der Eintritt beträgt 7 Euro (ermäßigt 5 Euro). (cw/pm)

















