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Politisch Geflüchtete, Künstlerin, Aktivistin und Sextremistin

Inspiriert von der wahren Geschichte der Femen-Mitgründerin Oksana Schatschko zeichnet der kommende Kinofilm "Oxana" das bewegende Porträt einer Rebellin, die zwischen Kunst und dem Kampf für die Freiheit alles riskierte.

  • 15. April 2025

Ukraine, 2008: Oxana und ihre Freundinnen bemalen ihre Körper mit Parolen, tragen Blumenkränze und rebellieren gegen das herrschende politische System. So entsteht Femen – eine der einflussreichsten feministischen Bewegungen der jüngsten Geschichte.

Paris, zehn Jahre später: Am Eröffnungstag ihrer Kunst-Ausstellung streift Oxana durch die Stadt, trifft auf Liebhaber, spricht mit einer Journalistin und kämpft um ihren Flüchtlingsstatus. Erinnerungen an ihre furchtlosen Demonstrationen holen sie ein. Mit nacktem Oberkörper protestierten die Frauen gegen Sexismus, Queerfeindlichkeit, Korruption und Polizeigewalt und warnten schon früh vor prorussischen Politiker*innen.

Oksana Schatschko gründete die Bewegung Femen 2008 in der Ukraine gemeinsam mit Anna Hutsol und Aleksandra Shevchenko. Von Beginn an positionierte sich die Bewegung als feministisch, politisch und künstlerisch. Ihre ersten Aktionen fanden in ihrer Heimatstadt Chmelnyzkyj statt und prangerten die Korruption in Krankenhäusern sowie sexuelle Belästigung und Ungleichheiten an Universitäten an.

Da sich die Medien in Kiew konzentrierten, zogen die drei Gründerinnen bald in die Hauptstadt, um mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. 2009 entstand das ikonische Symbol der Bewegung: Während einer Demonstration in Kiew enthüllte Oksana Schatschko erstmals ihre Brust, ein Akt, der die Identität der Gruppe prägte. Diese Form des Protests sollte nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch ein starkes Statement gegen patriarchale Strukturen und gesellschaftliche Normen setzen.

Bald weiteten sich ihre Aktionen über die Ukraine hinaus auf andere Länder des ehemaligen Ostblocks aus, darunter Russland, Polen und Belarus, und schließlich auf die ganze Welt. Femen hat sich schnell über die Grenzen der Ukraine hinaus verbreitet und ist international zu einer Symbolfigur des feministischen Protests geworden. Die Aktivistinnen führen Aktionen durch, die von der Protestkundgebung bis zur Besetzung von Institutionen reichen. Ihre Forderungen sind vielfältig, umfassen jedoch im Wesentlichen die Gleichstellung der Geschlechter, das Recht auf Selbstbestimmung und die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.

"Ich bin politisch Geflüchtete, Künstlerin, Aktivistin, Sextremistin", sagt die Femen-Mitgründerin im deutschen Trailer zu "Oxana – Mein Leben für Freiheit". X Verleih bringt den Film von Charlène Favier am 24. Juli 2025 in die deutschen Kinos. Eine ausführliche Besprechung folgt. (cw/pm)


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