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Die erste Lesbe im Weltall
In der Doku "Sally" erzählt Tam O'Shaughnessy erstmals von ihrer geheimen Langzeit-Beziehung mit der US-Astronautin Sally Ride. Im kommenden Monat feiert der Film Deutschland-Premiere in Berlin.
- 11. Mai 2025
Als Sally Ride 1983 als erste US-Amerikanerin ins All flog, fragte die Nasa ernsthaft, ob 100 Tampons für eine Woche reichen würden. "Das ist wohl nicht die richtige Anzahl", antwortete Ride trocken. Der neue Dokumentarfilm "Sally" von Cristina Costantini erzählt ihre Geschichte – von der Fassade der unerschütterlichen Astronautin bis zur verborgenen Liebe zu Tam O'Shaughnessy.
Von 1985 bis zu ihrem Tod führte Sally Ride eine Beziehung mit O'Shaughnessy, mit der sie bereits als Kind befreundet gewesen war. Ihr Coming-out erfolgte allerdings erst in der Todesanzeige (queer.de berichtete). 2021 wurde Ride in den USA mit einer 25-Cent-Münze geehrt (queer.de berichtete).
Im Film berichtet Tam O'Shaughnessy erstmals von ihrer 27-jährigen Beziehung zu Ride. Ein bewegender Film über Mut, Identität und den ganz normalen Wahnsinn, den es braucht, um Geschichte zu schreiben.
"Sally" feiert am 15. Juni 2025 Deutschland-Premiere im Rahmen der zweiten Dokumentale. Die Dokumentale, die in diesem Jahr vom 12. bis 22. Juni stattfindet, ist ein Berliner Festival für dokumentarische Formate, das Filme, neue Medien, Sachbücher und Podcasts fördert. Es will eine interdisziplinäre Plattform für den Austausch zwischen Filmemacher*innen, Journalist*innen, Autor*innen, Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und dem Publikum schaffen.
Auf der diesjährigen Dokumentale zu sehen sind auch die queeren Dokus "Animal Pride" und "Sabbath Queen". (cw/pm)
















