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Wie queer wird der neue "Frankenstein"-Film?
Der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro ("Shape of Water") wagt sich an eine Neuverfilmung des legendären Romans "Frankenstein" von Mary Shelley. Der erste Trailer wurde bereits millionenfach angeklickt.
- 02. Juni 2025
Millionen Menschen haben am ersten Tag den internationalen Trailer der für November angekündigten Netflix-Literaturverfilmung "Frankenstein" angeklickt (wir zeigen oben den deutschen). Zusammen mit dem Streamingdienst Netflix setzt der mexikanische Regisseur Guillermo del Toro (60) sein Herzensprojekt um und adaptiert den legendären Roman von Mary Shelley (1797-1851).
"Der Oscar-prämierte Regisseur Guillermo del Toro verfilmt Mary Shelleys Klassiker über Victor Frankenstein", schreibt Streaming-Riese Netflix zum Trailer, "einen brillanten, aber egoistischen Wissenschaftler, der eine Kreatur durch ein monströses Experiment erschafft, was schließlich zum Verhängnis sowohl für den Schöpfer als auch seiner tragischen Schöpfung wird".
Del Toro, der 2017 das queere Drama "Shape of Water – Das Flüstern des Wassers" veröffentlichte, wollte wohl schon lange Shelleys Romanklassiker auf seine eigene Weise zum Leben erwecken. Der im Rahmen des Tudum-Events von Netflix in Los Angeles veröffentlichte Trailer macht deutlich, dass es dem Mexikaner um gewaltige Bilder, aber auch um eine emotionale, intime Geschichte geht.
Im Cast sind auch Mia Goth (31) und aus dem deutschen Sprachraum Christoph Waltz (68) und der mit "Im Westen nichts Neues" bekanntgewordene Felix Kammerer (29). Der Wissenschaftler Dr. Frankenstein wird von Oscar Isaac (46) gespielt, sein aus Leichenteilen zusammengesetztes Geschöpf von "Saltburn"-Shootingstar Jacob Elordi (27) verkörpert.
Voraussichtlich kommt der Netflix-Film vor dem Streamingstart auch noch auf die große Leinwand. Fans unter dem Trailer bei YouTube fordern das angesichts der beeindruckenden Wucht der Bilder jedenfalls dringend.
Spannend bleibt, wieviel Queerness Guillermo del Toro in seinem Film packt. In der Romanvorlage der bisexuellen Autorin Mary Shelley und auch im ersten "Frankenstein"-Film des schwulen Regisseurs James Whale aus dem Jahr 1931 gibt es zahlreiche queere Subtexte. (cw/dpa)

















