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Layers Of Deception: "Born Naked"

Trans Sängerin Clé Brandes-Hell alias less häutet in ihrem dritten Single-Release "Born Naked" – eine Kooperation mit keos – die menschliche Zwiebel.

  • 15. Juli 2025

Nackt werden wir geboren, sagte RuPaul treffend – der Rest sei Drag. In Zeiten, da die so bezeichnete Subkultur als beinahe staats-, zumindest aber wieder jugendgefährdend gilt, scheint nackte Haut weniger problematisch als nicht-genderkonform bedeckte.

Trans Sängerin Clé Brandes-Hell alias less häutet in ihrem dritten Single-Release "Born Naked" die menschliche Zwiebel: Jede Schicht täuscht über die darunter liegende hinweg. "I wish I had a naked body" gibt less im Intro wehmütig zu und phantasiert über das unbeschwerte Entkleiden: "To lose all layers of deception until I'm left with something real."

Das Instrumental von keos schwillt sehnsuchtsvoll an, lyrisch schlängelt sich less zwischen heiligen und entweihten, unschuldigen und schambehafteten, rebellischen und tradierten Bildern von Nacktheit. Euphorisch steigert sich der Song zum Höhenflug mit Dämonenflügeln und endet sehr verletzlich mit dem Appell an jene, die nach nackten Wahrheiten suchen: "You don't have to cut me up that much."

Dass nackte Haut ein weiterer Layer Of Deception sein kann, bringt das von knopf/lachslounge produzierte Musikvideo auf den Punkt, indem es die Sängerin unter Einsatz von obskuren "undress"-KIs scheinbar entkleidet. Die Täuschung bröckelt, denn der normative Röntgenblick scheitert an less' androgyner Realität. (cw/pm)


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