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Christoff von Klubbb3 tanzt in TV-Show mit Verlobtem

Im belgischen "Dancing with the Stars" musste die eigentliche Tanzpartnerin des Schlagersängers Platz für einen Rivalen machen.

Direktlink | Christoff tanzt mit Ritchie, zumindest ein bisschen

Der Sänger des Schlagertrios Klubbb3 hatte sich vor ziemlich genau einem Jahr in einer ARD-Livesendung geoutet, indem er seinem Partner Ritchie einen Heiratsantrag machte (queer.de berichtete). "Lieber Ritchie, Du bist meine wahre Liebe", betonte er während der Show "Schlagerboom" auf der Bühne der Dortmunder Westfalenhalle. Der scheinbar ahnungslose Ritchie nahm den Antrag unter einem Kuss an. Zuvor war das Paar bereits in sozialen Netzwerken präsent gewesen.

Inzwischen tritt der Belgier, bürgerlich Christoff De Bolle, im belgischen Fernsehen in der Showreihe "Dancing with the Stars" an, in der halbwegs Prominente mit professionellen Tänzern bzw. Tänzerinnen antreten. Es ist die belgische Version der britischen BBC-Show "Strictly Come Dancing", die in Deutschland als "Let's Dance" und in Österreich als "Dancing Stars" läuft.

Am Sonntag tanzte Christoff dort nicht nur mit Profitänzerin Laura Zegels Jottay, sondern auch mit seinem Verlobten, zumindest etwas – und nur eine Person erhielt am Ende einen Kuss. Während sich die BBC und einige internationale Varianten der Sendung weiter schwer tun mit der Frage, ob sie gleichgeschlechtliche Tanzpaare aufnehmen sollen (die BBC will die Möglichkeit ab dem nächsten Jahr schaffen), wurde so zumindest eine lustige "Lösung" gefunden.

Der Sänger schied allerdings am Sonntag aus dem Wettbewerb aus. Er landete auf dem sechsten von neun Plätzen. "Wenn ich ehrlich bin, bin ich ein bisschen erleichtert, dass ich nicht dabei bin. Mir ist aufgefallen, dass ich das Level, auf dem wir jetzt tanzen, nicht mehr bewältigen kann", sagte er dem Sender Vier laut schlagerplanet.com. "Ich bin zufrieden, dass ich mich so toll verabschieden konnte: mit Ritchie zu tanzen und dann auch noch den schönsten Tanz, es hat Spaß gemacht."



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#1 IronikerEhemaliges Profil
  • 22.10.2019, 20:03h
  • Sorry, ich habe das Konzept des "Lustigseins" hier noch nicht so ganz verstanden.

    Ist es lustig, wenn jemand die ganze Zeit mit Partner_in des NICHT präferierten Geschlechts tanzen muss, während der eigentliche Partner im Hintergrund steht und dann versuchen muss, wenigstens ein paar Sekunden lang mitzumischen?

    Ist es lustig, wenn die heteronormative Situation das Standardsetting bleibt, und man dann wenigstens mal für ein paar Sekunden aus diesem Schema ausbrechen "darf" - großherzigerweise?

    Früher wurden Schwule im Film besonders häufig als Knallchargen besetzt. Ach wie lustig, ein Schwuler! Seht nur!
    Und hier darf nun ein Schwuler "lustig, lustig" um seinen Partner kämpfen.

    Für mich ist daran nichts wirklich lustig. Es wäre im Europa des 21. Jahrhunderts an der Zeit, dass jede Person mit Tanzpartner_in der präferierten geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung tanzen "dürfte". Alles andere ist "lustig" verbrämte, nach wie vor vorherrschende Heteronormativität.

    Selbst in der WDR-Jubiläumssendung zu 50 Jahren CSD tanzten übrigens bei SÄMTLICHEN Tanzperformances AUSSCHLIESSLICH jeweils ein Mann und eine Frau zusammen.

    Lustig? Nein, unendlich rückwärtsgewandt, zutiefst queerfeindlich und spießig.
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